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Methodisch konstruieren mit Baukasten-Elektroengineering

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Dem Aufbau des Konstruktions-Baukastens gingen allerdings umfassende Überlegungen voraus. Denn mit der Granulierung trafen die Hörmann-Spezialisten eine zentrale und sehr weitreichende Vorentscheidung über die zukünftigen Vorteile des Engineering Centers. Sie haben den Aufbau der Anlagen, die sie bauen, genau untersucht und eine Ebene definiert, auf der sie Komponenten und Schnittstellen strukturieren.

Zeitersparnis durch neue Methode lässt sich sehr genau quantifizieren

Das Konzept, für das sich die Verantwortlichen entschieden haben, heißt Signalverdrahtung – und es hat bei den ersten Projekten mit dem EEC bereits sehr gut funktioniert. Die Konstrukteure konnten ihre Aufgaben deutlich schneller abarbeiten als in der konventionellen Methodik ohne EEC.

Diese Zeitersparnis kann man recht genau quantifizieren, denn Bernd Mandlmeier, Hörmann-Teamleiter, der sich intensiv mit dem Aufbau des EEC beschäftigt hat, lud seine Kollegen zu einem interessanten Vergleichstest ein, um ein kleineres Projekt mit und ohne EEC zu planen. Im Ergebnis waren die Konstrukteure, die mit dem EEC arbeiteten, rund 30% schneller als ihre Kollegen.

Engineering-Plattform ermöglicht auch höhere Qualität und Flexibilität

Dabei ist die Zeitersparnis nur einer von mehreren Vorteilen. Denn für Hörmann sind auch die höhere Qualität und die größere Flexibilität zwei wichtige Faktoren. Da das Unternehmen nun für alle Anlagen identische Module verwendet, kommen erprobte Konstruktionen zum Einsatz – das erhöht die Qualität.

Und wenn es zu Last-Minute-Änderungen kommt, die es ja in der Praxis immer häufiger gibt, können die Konstrukteure sehr viel flexibler reagieren. Denn bis zum eigentlichen Schaltschrankbau gibt es keine fertig generierten Pläne, sondern nur ein Modell. Somit kann Hörmann selbst in späten Projektierungsphasen noch sehr kurzfristig umplanen, wenn der Kunde es wünscht.

Der Mix aus fertigen Modulen und Neukonstruktionen macht den Erfolg

Für zusätzliche Flexibilität sorgt auch die ausgewogene Mischung von fertigen Modulen und individueller Konstruktion. Denn bei jeder Anlage gibt es Anteile, die der Elektrokonstrukteur auf konventionelle Weise generiert (Bild 2). Dieser Anteil wird in den Dokumenten gekapselt, das heißt separat betrachtet.

Nach Einschätzung von Hörmann sollen in der Praxis rund 80% der Anlage aus dem EEC heraus generiert werden. Ein Anteil von 100% ist theoretisch auch möglich, dann wäre der Aufwand aber proportional höher.

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