Abgesackt VW-Tochter Audi schrumpft bei Umsatz und Gewinn

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Im ersten Quartal 2026 verdiente der VW-Teilkonzern Audi nach Steuern etwa elf Prozent weniger als im Vergleichsquartal des Vorjahres ...

Audi hinkt in Sachen Umsatz und Gewinn den tollen Zeiten erneut hinterher, wie der Blick auf die Zahlen für das erste Quartal 2026 offenbaren. Auch das China-Geschäft ist hart abgesackt. Kompensieren will man das etwa damit, dass die Ringe für China wegfallen. Auch muss gespart werden.(Bild:  Audi)
Audi hinkt in Sachen Umsatz und Gewinn den tollen Zeiten erneut hinterher, wie der Blick auf die Zahlen für das erste Quartal 2026 offenbaren. Auch das China-Geschäft ist hart abgesackt. Kompensieren will man das etwa damit, dass die Ringe für China wegfallen. Auch muss gespart werden.
(Bild: Audi)

Audi macht immer weniger Gewinn, wie aus Ingolstadt berichtet wird. Im ersten Quartal verdiente der VW-Teilkonzern nach Steuern 559 Millionen Euro, was gut elf Prozent weniger bedeutet als im letzten Q1. Das ist außerdem auch noch der vierte Rückgang in einem ersten Quartal in Folge, wie es weiter heißt. In den ersten drei Monaten des Jahres 2022 hatte Audi zum Beispiel noch 2,9 Milliarden nach Steuern verdient. Doch dann wehte der Autoindustrie ein rauer Wind ins Gesicht, der immer neu angefacht wurde. Die US-Zölle sorgen derzeit etwa für eine Belastung im niedrigen 3-stelligen Millionenbereich, wie Audi-Finanzchef Jürgen Rittersberger sagt. Und wie sich die neuesten Ankündigungen von US-Präsident Donald Trump auswirken, steht auch in den Sternen. Ohne die US-Zölle hätte es laut Rittersberger aber durchaus im ersten Quartal für ein Gewinnwachstum vor Steuern gereicht.

Das China-Geschäft ist für Audi auch ein Plagegeist

Das andere Dauerproblem für Audi ist außerdem China, wie man erfährt. Denn dort verdiente der Konzern sehr viel weniger als üblich. Das China-Geschäft, das Audi im Finanzergebnis verbucht, erreichte nur noch 28 Millionen Euro. Und vor einem Jahr waren es noch 170 Millionen – das ist herb! Audi leidet in der Volksrepublik, wie alle deutschen Hersteller auch, unter dem sehr harten Wettbewerbsdruck. Auch das Aus der Förderung von Elektroautos trug zum Minus bei. Audi bekam darüber hinaus auch noch den Modellwechsel beim wichtigen A6 zu spüren, wie Rittersberger anmerkt. Er glaubt aber, dass in dieser Hinsicht im Laufe des Jahres eine Verbesserung erwartet werden kann. Dazu soll auch die extra für China entwickelte Wortmarke (ohne die bekannten Ringe als Logo) beitragen, wobei im Laufe des Jahres das zweite Modell dieser Art eingeführt werden soll.

Audi-Werk Neckarsulm bleibt wichtiger Standort

Und leider musste Audi auch in puncto Umsatz Federn lassen. Dieser sackte in Q1 2026 nämlich von 15,4 auf 14,2 Milliarden Euro. Alle Zahlen beziehen sich übrigens auf den Audi-Konzern, zu dem außer der Kernmarke auch Bentley und Lamborghini gehören. „Unsere Ergebnisentwicklung zeigt klar, dass wir erheblichen Handlungsdruck haben“, kommentiert Rittersberger die Lage bei Audi. Deswegen treibe man Kosten- und Effizienzmaßnahmen weiter voran. Im ganzen VW-Konzern wird bekanntlich derzeit darüber diskutiert, wie weiter gespart werden kann. Natürlich prüfe man permanent, wo man den Sparhebel noch ansetzen könne. Man habe bei Audi aber auch wirklich schon viel umgesetzt. Zum Werk Neckarsulm, über das es zuletzt Spekulationen gab, sagte der Finanzchef, dass es ein ganz entscheidendes Werk für Audi ist – modern, gut aufgestellt und ausgelastet.

(ID:50836912)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung