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Ein Anwender geht sogar so weit, dass er das Schneidbecken auf konstanter Temperatur hält. Damit könne man die Wiederholgenauigkeit steigern, vor allem bei Teilen mit relativ großen Wärmeausdehnungskoeffizienten, wie sie zum Beispiel bei Polymeren zu finden sind. Geschnitten wird grundsätzlich unter Wasser. Würde die Temperatur dann nicht geregelt , könnte sich das Wasser im Schneidbecken von rund 20 °C Starttemperatur während des Schneidens durchaus auf über 40 °C erwärmen.
Zu den Stärken der Microwaterjet-Technik zählt außerdem, dass sie sich in eine Prozesskette integrieren und mit anderen Verfahren kombinieren lässt. Man kann Werkstücke zunächst fräsen, bohren oder gewindeschneiden – und sie dann mit höchster Präzision schneiden, sodass die Löcher oder Gewinde bezogen auf den Schnitt exakt die gewünschte Lage haben. Das war bislang nicht möglich, weil die Positionier- und Wiederholgenauigkeiten nicht ausreichten.
Durchmesser der Wasserstrahls auf 0,2 mm reduzieren
Walter Maurer ist selbst der wohl größte Anwender seiner Microwaterjet-Anlagen. Um Kundenaufträge zu bearbeiten, setzt er sechs Maschinen ein. Eine siebte dient ihm als Versuchsanlage für die Fortentwicklung der Technologie. Zwei Ziele hat er bereits definiert: So soll zum einen der Durchmesser des Wasserstrahls von derzeit 0,3 mm auf einen kleinstmöglichen Durchmesser unter 0,2 mm reduziert, zum anderen sollen die Möglichkeiten zur gezielten Oberflächenbearbeitung erweitert werden.
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