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Benz Werkzeugsysteme Minimalmengenschmierung optimal angewendet

| Redakteur: Stéphane Itasse

Rundum informiert über das Thema Minimalmengenschmierung wurden die Fachbesucher des Benz-Technologietages 2013. Von den technischen Grundlagen über Maschinen- bis zu den Werkzeuganforderungen vermittelten Referenten aktuelle Standards und gaben Ausblicke in die Zukunft der Trockenbearbeitung, wie die Benz GmbH Werkzeugsysteme mitteilt.

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Großer Andrang herrschte bei „Benz live“: Die Fachbesucher des Technologietages konnten Einblicke in die Fertigung nehmen.
Großer Andrang herrschte bei „Benz live“: Die Fachbesucher des Technologietages konnten Einblicke in die Fertigung nehmen.
(Bild: Benz Werkzeugsysteme)

„Volles Haus“ herrscht beim Benz-Technologietag 2013, wie es weiter heißt. Unter dem Aspekt „Minimal=Optimal. Treffpunkt Minimalmengenschmierung“ informierten sich die Teilnehmer zu den Chancen und Risiken der Trockenbearbeitung.

Technische Grundlagen für Minimalmengenschmierung gelegt

Den Einstieg in die Thematik schuf laut Mitteilung Dr.-Ing. Klaus Gerschwiler, Experte für Minimalmengenschmierung (MMS) des Werkzeugmaschinenlabors der RWTH Aachen. „Bei Untersuchungen in den 1990er Jahren haben wir festgestellt, dass die anteiligen Kühlschmierstoffkosten bei der Nasszerspanung zum Teil das Vierfache der Werkzeugkosten betragen. Dies war sozusagen die Geburtsstunde der Trockenbearbeitung“, erläuterte Gerschwiler. „Mittlerweile sind die Grundlagen erforscht. Die Funktionen des Kühlschmierstoffes – Kühlen, Schmieren, Späneabfuhr – können substituiert werden.“

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Eine der wichtigsten Grundlage zur erfolgreichen Anwendung der Minimalmengenschmierung sei der Einsatz von Aerosolen über Einkanal- beziehungsweise Zweikanalsysteme. „Die bisher aufgeführten technischen Nachteile von Einkanalsystemen konnten insbesondere durch hochwertige Vernebelungssysteme, die einen sehr guten, transportfähigen Mikronebel erzeugen, komplett ausgeräumt werden“, sagte Ingo Grausam von Lubrix. „Um fit für Fertigungsprozesse mit MMS zu werden, sollten Anwender jedoch einige Grundlagen beachten. So sollte zum Beispiel die Ölkonzentration für jedes Werkzeug über die CNC-Steuerung einstellbar sein. Außerdem muss die Komplettbearbeitung eines Bauteils mit einem Schmierstoffverbrauch von 25 ml/h (absolutes Maximum 50ml/h) realisiert werden.“

Minimalmengenschmierung ersetzt das Motto „Viel hilft viel“

Die MMS als Keimzelle innovativer Werkzeugsysteme zeigte Christoph Zeller, technischer Leiter bei Benz, auf. „Viel hilft viel“ sei früher das Motto bei der Schmierung von Werkzeugsystemen gewesen. Mit der Einführung der Minimalmengenschmierung habe ein Paradigmenwechsel stattgefunden. Erstmals rücke nicht die Produktivitätssteigerung, sondern die Ressourceneffizienz ins Blickfeld. Somit änderten sich auch die Anforderungen an die eingesetzten Komponenten. Um MMS-Aggregate für Hochleistungszerspanoperationen fit zu machen, setze Benz auf schmierungsbedingte Reibungsminderung. Mehr als 50% der eingesetzten Spindeln würden mittlerweile mit zentraler MMS-Schmierung ausgeführt.

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