Oberflächentechnik

Mit Gleitschleifen zu reproduzierbarem Hochglanz bei Gelenkimplantaten

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Im Vergleich zur Endbearbeitung auf CNC-Schleif- und -Poliermaschinen ist das Gleitschleifen im Ergebnis laut Cruse „technisch gleichwertig“. Auf dem Markt gibt es daher unterschiedliche Bearbeitungskonzepte. „Wer sich für das Gleitschleifen entscheidet, tut dies gezielt mit individuellem Hintergrund“, erläutert der Trowal-Vertriebsleiter. So wird für die Herstellung von Implantaten regelrecht nach spezifischen, betriebsoptimierten Prozessketten geforscht. Für Anlagenhersteller wie Trowal ist folglich die Medizintechnik „ein Nachfragemarkt“, wie Cruse meint – im Gegensatz zu klassischen Anwendungsbereichen.

Große Teile- und Variantenvielfalt erfordert vereinfachte Abläufe

Aktuell im Trend liegt die Vereinfachung und Reproduzierbarkeit weitgehend automatisierter Prozessabläufe. Diese Entwicklungen leiten die Anlagenhersteller von der großen Teile- und Variantenvielfalt der Implantate ab. Im Einzelnen geht es dabei um die Minimierung des Kontroll- und Nachbearbeitungsaufwands. Ziel ist es, die Anzahl manueller Eingriffe zu vermindern. So werden laut Cruse derzeit in Kundengesprächen Entwicklungstendenzen wie Ausschussminimierung und Kostensenkung thematisiert. Dabei scheinen mehr die Spanntechnik und das Teilehandling im Fokus zu stehen und weniger das Verfahren selbst.

Multivibrationsanlagen für komplexe Teile in kleinen Losen

„Augenscheinlich können wir dabei mit unserer Technik mithalten, wenn nicht sogar punkten“, beobachtet Cruse. Das ist nicht nur bei Gelenkimplantaten der Fall, für die aufgrund größerer Stückzahlen und wechselnder Formen Schleppschleifanlagen am Markt positioniert werden, sondern gilt auch für das Oberflächenfinish von Knochenschienen in Fliehkraftanlagen sowie von Knochenschrauben in Polierglocken und Trommelanlagen. Selbst für komplex geformte Teile in kleineren Stückzahlen gibt es seit kurzem eine Lösung: die sogenannten Multivibrationsanlagen von Trowal, sagt Cruse.

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