Institut für Integrierte Produktion Hannover Modernisierte hydraulische Presse für die Forschung wieder flott gemacht

Autor / Redakteur: Dietmar Kuhn / Dietmar Kuhn

Bereits seit 1988 betreut und vermittelt das Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH (IPH) Industrieprojekte und öffentlich geförderte Auftragsforschung. Als Herz des IPH gilt der moderne Maschinenpark, der jetzt durch eine modernisierte hydraulische Presse weitere Möglichkeiten bietet.

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Was macht man eigentlich mit einer alten, schon ausgedienten Presse? Nun, die Forscher an der Uni Magdeburg, am Institut für Fertigungstechnik und Qualitätssicherung (IFQ), hatten so eine Presse, die sie ausgemustert hatten. Wohin damit? „Da ergab es sich, dass wir in Hannover von dieser Presse erfuhren“, sagt Dirk Faikosch, technischer Mitarbeiter am IPH, und erzählt weiter, „und nach einigen Überlegungen wurde bei uns die Entscheidung getroffen, diese Presse am IPH wieder aufzustellen.“

Dieffenbacher macht alte Presse wieder fit

So einfach, wie dies Dirk Faikosch erzählt, war es in der Praxis dann doch nicht ganz. Denn die alte Neff-Presse DZP 630 mit 630 t Presskraft war steuerungstechnisch veraltet. Also musste die Anlage erst einmal fit gemacht werden. Dafür haben sich die Forscher am IPH für den süddeutschen Pressenbauer Dieffenbacher in Eppingen entschieden.

„Dieffenbacher war für uns der Ansprechpartner, der nicht nur für die Modernisierung, sondern auch für die Demontage, den Transport und die Aufstellung verantwortlich zeichnete“, erklärt Faikosch. Bedenken gab es im Vorfeld, ob Dieffenbacher einen solchen Auftrag annehmen wollte. Denn schließlich sind die Eppinger andere Kaliber, wie etwa ganze Pressenstraßen für die OEMs oder Zulieferindustrie, gewohnt. Dennoch hat es geklappt.

Was aber kam auf die Modernisierer zu? In erster Linie, schon angesprochen, war es die vorhandene Steuerung, die nicht mehr den Regeln und Erwartungen heutiger Pressentechnik entsprach. Eine alte Siemens S5 — da war klar, dass man damit nicht mehr weit kommen konnte. Auch stellte sich den IPHlern die Frage: Funktioniert eigentlich das Ziehkissen noch? Auch die Hydraulik war zu erneuern.

Überholungs-Bedarf für die Presse ergab sich nach und nach

„So nach und nach“, sagt Faikosch, „stellten wir fest, wie weit diese Presse überholt werden musste.“ Erst nachdem alle Anlagenteile, die für die Forschungen am IPH wichtig sind, erneuert waren, konnte die Anlage in Betrieb genommen werden.

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