PTC Live 2013 in Anaheim

Neue Herausforderungen für die Fertigungsindustrie

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Ausbau der Windchill-Lösungen

Sehr viel Arbeit ist in Windchill 10.2 in die Weiterentwicklung der Manufacturing-Process-Management-Funktionen geflossen, wie Tom Shoemaker, VP Marketing PLM Segment, betonte. Die entsprechende Windchill-Lösung gebe es zwar schon länger, sie biete aber jetzt eine bessere Unterstützung bei der der Erstellung der Bill of Operations durch die Möglichkeit, die Komponenten einer Engineering-Stückliste direkt mit den Fertigungs- oder Montageoperationen zu verknüpfen und ihnen Ressourcen zuzuweisen. Die Product-Analytics-Funktionen werden in Windchill 10.2 dahingehend erweitert, dass auch die neuen US-Regeln für den Herkunftsnachweis von Mineralien unterstützt werden. Sie sollen den Mineralienhandel mit Krisengebieten wie dem Kongo unterbinden.

Erweitert wurden auch die Projektmanagement-Funktionen in der PLM-Lösungssuite. Sie erlaubt jetzt die Verknüpfung von verschiedenen Aufgaben, so dass bestimmte Workflows automatisch ausgeführt werden können. In der Windchill-Lösung für die Qualitätssicherung hat PTC den Feedback-Kreislauf zwischen Engineering und Serviceorganisation geschlossen, so dass die Mitarbeiter im Qualitätsmanagement und in der Produktentwicklung eine synchronisierte Sicht auf das Produkt bekommen. So werden die Entwickler gezielt darüber informiert, wenn Teile häufiger ausfallen, um die Fehlerursache analysieren und entsprechende Gegenmassnahmen treffen zu können.

Verstärkung für SLM-Geschäft durch Übernahme von Servigistics

Durch die Übernahme der Firma Servigistics hat sich PTC auf dem Gebiet des Service Lifecycle Managements (SLM) massiv verstärkt, gerade was die Unterstützung der Serviceplanung anbelangt. Die Übernahme sei eine riesige Chance, weil kein anderer Mitbewerber eine so vollständige Lösung biete, betonte Bill Berutti, EVP SLM Segment. Allerdings sieht die Integration-Roadmap nicht vor, alles in einer Architektur zusammenzuführen, wie Tom Sears, VP Product Management SLM, erläuterte. Man adressiere jetzt unterschiedliche Ebenen in den Service-Organisationen und habe die Lösung deshalb in verschiedene Module zerlegt. Typischerweise starteten die Kunden mit dem Ersatzteil-Management bzw. dem Management der technischen Informationen, aber in der High-Tech-Industrie sei beispielsweise das Management der Depots und Service-Netzwerke wichtiger. Sears betonte, dass die Vernetzung der Produkte den Herstellern die Chance biete, mit den Käufern ihrer Produkte in Kontakt zu bleiben und das Potential des Servicegeschäfts besser auszuschöpfen.

Im nächsten Jahr wird die Anwenderkonferenz in Boston stattfinden – für PTC ein Heimspiel, bei dem sicher die Produktneuvorstellungen einen breiteren Raum einnehmen werden.

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