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Keine Frage - die Mensch-Roboter-Kollaboration ist seit einiger Zeit das Schlagwort in der Branche, stellt sie doch das gesamte bisherige Rollenverständnis eines Industrieroboters auf den Kopf. Sicherheit hat dabei selbstverständlich die höchste Priorität. Damit Mensch und Roboter ohne Schutzzaun zusammenarbeiten dürfen, ist eine Risikobewertung der gesamten Anlage auf Basis der aktuell bestehenden Maschinenrichtlinien und DIN-Normen für den kollaborierenden Betrieb notwendig. Diese orientieren sich aber noch immer an traditionellen Industrierobotern. Und genau dies sorgt für Verunsicherung am Markt. Das ist verständlich, sind die neuen Produkte doch in Bereiche vorgestoßen, die bis vor kurzem noch undenkbar waren.
Veränderungen stoßen an die Grenzen der bisherigen Regulierung
Blickt man einmal in die Geschichte zurück, wird klar, dass grundlegende Veränderungen eines Marktes nicht zum ersten Mal an die Grenzen der bisherigen Regulierung stoßen. Als die ersten Automobile auf den damals noch nicht gut ausgebauten Straßen mit einer sehr langsamen Geschwindigkeit unterwegs waren, gab es in Großbritannien den „Red Flag Act“. Ein Mann mit einer roten Flagge musste vor dem Fahrzeug laufen, damit durch diese Neuheit in der Geschichte der Mobilität keine Passanten zu Schaden kamen. Natürlich war ein solcher Mann mit einer roten Flagge weder praktisch noch im großen Maßstab realisierbar. Hätte man sich nicht getraut ihn wegzulassen, wäre das Automobil vermutlich nicht über den Status „Spielzeug einiger Wohlhabender” hinaus gelangt, obwohl der Bedarf an Mobilität vorhanden wäre.
Ähnlich ist es gerade am Markt für Industrieroboter. Die Roboterarme UR5 und UR10 verändern gerade die bisher existierende Landschaft an Robotern. Die hohe Nachfrage zeigt den Marktbedarf. Die neuen Anforderungen an die Roboter stoßen dabei allerdings an die Grenzen der bisherigen Normen und Regularien. Es ist noch nirgendwo genau definiert, wie ein sicherer Leichtbauroboter aussieht.
Neue Rahmenbedingungen müssen geschaffen werden
Universal Robots nimmt diese Diskussion sehr ernst. Um unsere Leichtbauroboter ohne Schutzzaun einzusetzen, ist vor Inbetriebnahme eine Risikobeurteilung absolut notwendig. Als einziger Hersteller für Leichtbauroboter haben wir jahrelange Markterfahrung. Der beiden Roboterarme verfügen über ein patentiertes Sicherheitssystem, das entsprechend der Normen EN ISO 13849:2008 PL d sowie EN ISO 10218-1:2011, Paragraph 5.4.3 durch den TÜV Nord zertifiziert ist. Die Sicherheitseinstellungen können flexibel an die jeweilige Anwendung angepasst werden. Der Roboterarm kann in zwei verschiedenen Modi der Sicherheitsfunktionen betrieben werden – einem normalen und einem reduzierten. In ausführlichen Tests hat der TÜV Nord diese Features überprüft und deren volle Funktionsweise für die sichere Mensch-Roboter-Kollaboration bestätigt.
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