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Die zusätzlich erforderliche Risikobewertung bezieht sich dabei zu Recht auf die gesamte Anlage. Denn es macht einen himmelweiten Unterschied, ob der Roboter in seiner Tätigkeit mit einem Messer am Handgelenk oder einem stumpfen Sauger ausgestattet ist. Die gültige Norm kann die Frage nach dem sicheren Roboter also am Ende nicht beantworten.
Norm und Wirklichkeit haben sich auseinanderentwickelt
Hier zeigt sich, dass sich Norm und Wirklichkeit auseinander entwickeln. Das Komitee TS15066, das für die Entwicklung der neuen ISO-Norm zuständig ist, arbeitet daran, klare Regelungen zu schaffen. Allerdings zeigt sich auch in diesem Gremium, dass es eine sehr schwierige, aber dringend notwendige Diskussion ist, denn die bisher vorhandenen Normen sind dem aktuellen, geschweige denn dem zukünftigen, Stand der Entwicklungen der Automatisierung nicht angemessen. Universal Robots engagiert sich in diesem Komitee, weil wir der Meinung sind, dass der Markt kollaborierende Leichtbauroboter benötigt, es aber gleichzeitig einer Regelung ihres Einsatzes bedarf.
Deutlich wird dabei jedoch: Die Frage, was ein sicherer Roboter ist, ist schwierig bis gar nicht zu beantworten. Vielmehr sollten wir uns darauf konzentrieren, welche Möglichkeiten diese neuen Roboter bieten und wie sie sicher eingesetzt werden können. Die Chancen für Unternehmen sind dabei enorm. MM
* Esben H. Østergaard ist Chief Technology Officer bei Universal Robots A/S in 5260 Odense S (Dänemark)
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