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Mensch-Roboter-Kollaboration

Neue Rolle des Roboters als Assistent benötigt klare Normen

| Autor/ Redakteur: Esben H. Østergaard / Rüdiger Kroh

Im Mittelpunkt zukünftiger Automatisierung stehen Roboter, die als Produktionsassistenten Hand in Hand mit dem Werker arbeiten. Dafür werden Richtlinien benötigt. Statt einen sicheren Roboter zu fordern, geht es vielmehr darum, zu klären, wie ein Roboter sicher in einer Mensch-Roboter-Kollaboration eingesetzt werden kann.

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Bild 1: Gemeinsamer Arbeitsplatz: Im BMW-Werk in Spartanburg/USA fixiert der Roboter Isolierungsfolien an den Türinnenseiten.
Bild 1: Gemeinsamer Arbeitsplatz: Im BMW-Werk in Spartanburg/USA fixiert der Roboter Isolierungsfolien an den Türinnenseiten.
( Bild: BMW )

Produzierende Unternehmen haben es in der heutigen Zeit nicht leicht. Denn sie stehen vor vielfältigen Herausforderungen. Zum einen verändert sich die Nachfragesituation ihrer Kunden. Märkte werden volatiler, Produktlebenszyklen kürzer. Fabriken müssen ihre Fertigungsmethoden modernisieren und flexibler werden, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Mitentscheidend wird dabei sein, dass der, in einigen Branchen, bereits hohe Grad an Automatisierung weiter erhöht wird, während andere Bereiche gefordert sind aufzuholen.

Der Roboter wird zum Produktionsassistenten

Zum anderen sehen sich Unternehmen besonders in Mitteleuropa verstärkt mit einer weiteren Herausforderung konfrontiert: Dem demografischen Wandel und einem damit verbundenen Mangel an Fachkräften. Um erfahrene und gut ausgebildete Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden, wird es zunehmend zur Pflicht der Arbeitgeber, für die Gesundheit ihrer Belegschaft zu sorgen.

In dieser Produktionswelt werden Industrieroboter gebraucht, die den Roboter zum Produktionsassistenten machen und Unternehmen dabei unterstützen, die gegenwärtigen und künftigen Anforderungen zu erfüllen. Und das ist möglich. Die Industrieroboter einer neuen Generation – vornehmlich Leichtbauroboter, denn bei einem Großteil aller Aufgaben müssen keine tonnenschweren Gewichte bewegt werden – sind in der Lage, den Veränderungen in der Fertigung gerecht zu werden.

Automatisieren, wo Automatisierung bisher nicht möglich war

Mit den Leichtbaurobotern UR5 und UR10 zählt Universal Robots aus Dänemark zu den ersten Herstellern, die die stählernen Gehilfen für den kollaborierenden Betrieb entwickelt und auf den Markt gebracht haben. Schon 2009 konnten die ersten Modelle in Fabrikhallen installiert werden. Inzwischen arbeiten rund 2500 Roboterkollegen in Werk- oder Produktionsstätten auf der ganzen Welt – Tendenz steigend. Das Erfolgsgeheimnis ist schnell erläutert: Ein funktionstüchtiges und flexibles Werkzeug zur Verfügung stellen, das es möglich macht, Prozesse zu automatisieren, die dafür bisher nicht in Frage kamen, weil traditionelle Industrieroboter zu groß, schwer und teuer waren sowie nur von Spezialisten programmiert werden konnten.

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