Rohrschweißen

Orbitalschweißen erhöht Prozesssicherheit

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Dazu wurde in der Setup-Box für den Schweißstrom von 200 A nur eine Schwankungsbreite von 15 % freigegeben. Die Bandbreite von –5 bis 10 % wurde aus Qualitätsgründen so eng gelegt. Bugl: „Bei größeren Toleranzen besteht die Gefahr von Verbindungsfehlern.“ Bei der von Cofely gewählten Konfiguration können die Parameter also gar nicht aus dem Ruder laufen.

Orbitalschweißen ist prädestiniert für enge Vorgabe

Gerade das Orbitalschweißen, so Pfleger, eigne sich für so enge Vorgaben, wobei die Kemppi-Schweißstromquelle die Pendelbreite, die Pendelgeschwindigkeit und damit die Schweißgeschwindigkeit insgesamt regle. Eine Setup-Box gibt es für jede Stromquelle, von denen insgesamt sechs Einheiten auf der Baustelle zum Einsatz kamen. Diese Boxen werden jedoch nach Eingabe der Parameter und dem Teachen der Stromquelle wieder entfernt und nur die Verantwortlichen haben darauf Zugriff und können Änderungen vornehmen.

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Der Ablauf der einzelnen Schweißschritte war durchaus klassisch. Die Rohre wurden auf 140 °C vorgewärmt, geheftet und mit Füll- und Decklagen ausgeschweißt. Die eingesetzte Orbitalschweißanlage war so konzipiert, dass ein schneller Wechsel gegeben war. Besondere Aufmerksamkeit erforderte die Wahl des Fülldrahtes.

Pfleger: „Für den Prozess war ein Fülldraht mit schnell erstarrendem Schlackensystem erforderlich, denn die beiden Traktoren sollten von sechs bis zwölf Uhr schweißen“. Immerhin liefen rund 7 t Schweißdraht mit einer Geschwindigkeit von bis zu 6,8 m/min durch die MXF-65-Drahtvorschubgeräte. Für die V-Naht wurde ein herkömmliches Schutzgas M21 eingesetzt.

Schweißnähte sind nur ganz leicht erhaben

Josef Bugl hat schon einige Kilometer Schweißnähte in seinem Leben gesehen. Aber was seine Leute mit der Kemppi-Ausrüstung hinbekommen haben, nötigt ihm großen Respekt ab: „Unsere Schweißnähte sind nur ganz leicht erhaben. Damit sind wir der idealen Schweißnaht sehr nahe.“ Die geringe Nahtüberwölbung hat durchaus auch wirtschaftliche Aspekte. Denn eine nur 1 mm höhere Naht hätte schon 10 % mehr Nahtvolumen bedeutet.

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