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Trumpf Produktive Laserschweißanlage im „King-Size“-Format

| Autor / Redakteur: Catharina Daum / Peter Königsreuther

Der Schweißroboter der neuen, vergrößerten Ausführung der Trulaser Weld 5000 erreicht jetzt auch 4 m lange Teile, sagt Trumpf. Die Kabine biete ausreichend Platz für große Gehäuse und Tanks. Egal ob feste oder optisch ansprechende Nähte - der Laser schaffe beides und erspare viel Nacharbeit.

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Die XXL-Ausführung der Trulaser Weld 5000 von Trumpf bearbeitet Teile bis maximal 4 m Länge, wie der Ditzinger Laserspezialist berichtet. Hier sieht man nur einen Ausschnitt der beeindruckenden Großanlage.
Die XXL-Ausführung der Trulaser Weld 5000 von Trumpf bearbeitet Teile bis maximal 4 m Länge, wie der Ditzinger Laserspezialist berichtet. Hier sieht man nur einen Ausschnitt der beeindruckenden Großanlage.
(Bild: Trumpf)

Der Roboter der Trulaser Weld 5000 fährt dazu entlang einer Linearachse. Auf diese Weise deckt er einen großen Arbeitsraum ab. Passend dazu, verfügt die Anlage über einen 4 m langen Wendepositionierer mit einer Traglast von bis zu 1 t. Seinen Namen verdankt er einer Wendeachse, mit deren Hilfe er Baugruppen für den Schweißroboter ausrichtet. Teile mit Abmessungen von bis zu 4000 mm Länge, 1500 m Breite und 1000 mm Höhe lassen sich mit der XXL-Anlage schweißen – je nach Lage der Naht, auch größere. Die Kabine ist bis zu 9,4 m lang und mit einer 4 m breiten Tür ausgestattet. Der Innenraum hat genug Platz für zusätzliche Bauteilpositionierer – zum Beispiel einen Tisch, der sich drehen und kippen lässt. Mit seiner Hilfe können Anwender auch komplexe Teile schweißen, ohne sie zwischendurch umspannen zu müssen. Ein weiterer Positionierer ermöglicht es, die Anlage von außen zu beladen, während der Schweißroboter in der Zelle arbeitet.

Neue Funktionen sparen dem Laserschweißer wertvolle Zeit

Zusätzlich zur Größe der Maschinenausführung gibt es auch in puncto Optik bei der Trulaser Weld 5000 Neues zu verkünden. Denn eine integrierte Sensorik überwacht nun während des Betriebs, ob und wie stark das zum Schweißen nötige Schutzglas verschmutzt ist. LEDs an der Optik und entsprechende Meldungen auf der Bedienoberfläche der Anlage zeigen dabei den Verschmutzungsgrad an. Die Sensorik ersetzt damit zeitraubende Sichtprüfungen. Ebenfalls neu ist, dass über das Schweißprogramm die Anwender die Schutzgasmenge und die Stärke des Druckluft-Crossjets an der Optik einstellen können. Ein manueller Eingriff ist auch hierbei „Geschichte“.

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Drei mögliche Laserschweißverfahren erhöhen die Einsatzflexibilität

Auch diese vergrößerte Ausführung der Trulaser Weld 5000 wartet mit drei verschiedenen Laserschweißverfahren auf. Welches die wirtschaftlichste Lösung ist, entscheidet dabei das einfach das Bauteil. Das Wärmeleitschweißen etwa, verbindet dünnwandige Teile und erzeugt Nähte mit exzellenter Oberflächengüte. In vielen Fällen entfällt das nachträgliche Abschleifen und Polieren der Fügestelle komplett. Das Tiefschweißverfahren steht für hochfeste, schmale und tiefe Nähte bei dünnen wie dickwandigen Blechen – und das besonders schnell. Wärmeleit- und Tiefschweißen erreichen die beste Qualität mit dem Laser. Dafür sollten die Bauteile normalerweise nur geringe Toleranzen aufweisen. Und nicht zuletzt verbindet das dritte Verfahren namens Fusionline Bauteile auch dann, wenn sie einen etwas größeren Spalt aufweisen. Die Methode kann nämlich Ungenauigkeiten beim Schweißvorgang ausgleichen und dabei Spalte bis zu 1 mm Breite schließen. Viele Bauteile, die Anwender für konventionelle Schweißverfahren konstruiert haben, lassen sich so auch mit dem Laser bearbeiten. So erleichtert die Funktion Fusionline den Einstieg ins Laserschweißen und sorgt für eine gesteigerte Auslastung der Anlage. Ohne die Trulaser Weld 5000 umzurüsten, können Anwender zwischen Fusionline und den anderen Laserschweißverfahren wechseln – das klappt sogar während der Bearbeitung eines Bauteils.

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