Kasto / Schmolz+BIckenbach

Produktiver sägen und mannlos sortieren

| Autor / Redakteur: Denise Much / Frauke Finus

Durch die Separierung der einzelnen Aufträge kann das Schnittgut leichter für den weiteren Transport vorsortiert werden.
Durch die Separierung der einzelnen Aufträge kann das Schnittgut leichter für den weiteren Transport vorsortiert werden. (Bild: Kasto)

Um ihren Produktionsdurchsatz zu steigern, setzt die Schmolz+Bickenbach Stahlcenter AG im Schweizer Wil auf eine vollautomatische Bandsäge von Kasto. Sie ersetzt zwei veraltete Sägemaschinen, die der stetig steigenden Zahl der Zuschnitte nicht mehr gewachsen waren.

Nur eine knappe halbe Stunde vom Bodensee entfernt, im Ostschweizer Kanton St. Gallen, in einem Industriegebiet der Stadt Wil befindet sich die Schmolz+Bickenbach Stahlcenter AG – oder kurz Schmobi. Das 1959 in Wil gegründete Unternehmen zählt zu den führenden Stahlhandelsunternehmen für die schweizerische Maschinenindustrie. Dazu verfügt Schmobi über ein umfangreiches Materiallager mit modernen Hochregallagern, einen leistungsfähigen Maschinenpark sowie ein vollautomatisches Sägecenter. Täglich verkaufen, bearbeiten und konfektionieren hier rund 100 Mitarbeiter auf einer Fläche von 25.000 m2 zahlreiche Materialien. Das Sortiment reicht von Blankstahl, Edelbaustahl, Stahlrohre, Werkzeugstahl und Guss über rostbeständiger Edelstahl und Edelstahlrohre bis hin zu Aluminium. In den Lagerhallen finden über 20.000 t Material Platz. Die Mitarbeiter verpacken die fertig bearbeiteten Aufträge und liefern sie anschließend mit dem firmeneigenen LKW-Fuhrpark zu Kunden in der Schweiz und Liechtenstein –„just in time“.

Hohe Anforderungen an die Sägetechnik

Über 10.000 Zuschnitte täglich – das entspricht etwa 2,5 Mio. pro Jahr – werden in Wil an über 30 Maschinen gesägt. „Zu unseren Auftragspositionen zählen sowohl Großserien von über 10.000 Stück als auch Bestellungen ab Losgröße 1“, erklärt Thomas Plüss, Kommunikationsverantwortlicher bei Schmobi. Durch versetzte Arbeitszeiten herrscht bei dem Stahlhandelsunternehmen ein Arbeitstag von rund zehn Stunden. Das bedeutet eine hohe Auslastung der Maschinen – einige davon laufen zudem häufig auch die Nacht durch. „Die Anforderungen an unsere Sägen sind enorm. Deshalb brauchen wir Maschinen, die Werkstücke mit verschiedenen Durchmessern schnell, sauber und wirtschaftlich bearbeiten, und die vor allem auch zuverlässig und ohne Fehler funktionieren“, sagt Betriebsleiter Robert Schönenberger.

Für die Bearbeitung von Stabmaterial aus Stahl, Guss und Aluminium hat Schmobi drei Sägen der Kasto Maschinenbau GmbH & Co. KG im Einsatz. Die neueste ist die Kastotec FC 4. Die vollautomatische Hochleistungs-Bandsäge ist seit gut einem Jahr in Betrieb und eignet sich zum Trennen von Rund-, Vierkant- und Flachmaterial sowie Rohren und Profilen. Damals beschlossen die Verantwortlichen, zwei bestehende Maschinen zu ersetzen. „Die Nachfrage nach Fix-Zuschnitten ist bei uns in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, da reichte die Leistung der beiden vorhandenen Sägen nicht mehr aus“, erklärt Schönenberger. Deshalb investierte Schmobi in den neuen Automaten, der mit den wachsenden Anforderungen mühelos zurechtkommt. „Wir hatten bereits zwei Modelle von Kasto in Betrieb und waren damit sehr zufrieden. Da fiel die Entscheidung für eine weitere Maschine des Anbieters sehr leicht“, erinnert sich Schönenberger.

Schwer zerspanbare Werkstoffe wirtschaftlich sägen

Die Kastotec FC 4 eignet sich für schwer zerspanbare Werkstoffe wie rostbeständigen Stahl oder Werkzeugstahl. Ihr Schnittbereich liegt bei 430 x 430 mm bei einer kleinsten zu sägenden Abmessung von 10 x 10 mm. Mit der Ausstattungsvariante Performance Cutting (KPC) ist die Bandsäge auch für den Einsatz von Hartmetall-Sägebändern, die besonders lange Standzeiten ermöglichen, prädestiniert. „Die Kastotec FC 4 verfügt über eine Präzision von bis zu +/- 0,1 mm pro 100 mm Schnittlänge. Dabei liegt die Schnittgeschwindigkeit bei bis zu 180 m/min“, erklärt Michael Maurath, verantwortlicher Verkäufer bei Kasto. Von diesen Vorteilen profitiert auch Schmobi: „Mit der Kastotec FC 4 können wir unterschiedliche Materialien und Durchmesser äußerst wirtschaftlich sägen. Die minimale Reststücklänge im Automatikbetrieb beträgt nur etwa 35 mm. Dadurch können wir unser Material effizient nutzen“, beschreibt Kurt Thoma, Gruppenleiter der Sägerei bei Schmobi, den Mehrwert der neuen Säge.

Bestückt wird die Kastotec FC 4 über ein Vorlagemagazin mit Platz für mehrere Stangen. Eine Magnetanlage liefert das Material aus dem Lager an die Maschine. Artikel, die im Hochregallager der Nebenhalle untergebracht sind, werden per Kran antransportiert. Darüber hinaus verfügt die Säge über eine automatische Abschnittsortierung. Diese separiert und sammelt die gesägten Teile nach Aufträgen geordnet – entweder auf einem Ablagetisch oder in einem von mehreren bereitstehenden Behältern. Mit diesem Feature kann die Kastotec FC 4 auch über einen längeren Zeitraum mannlos laufen. „Unsere Mitarbeiter befüllen das Magazin abends, bevor sie nach Hause gehen, mit dem jeweiligen Material und programmieren die Säge entsprechend nach den Vorgaben des Kunden“, erklärt Schönenberger. „Der Wechsel zwischen zwei Aufträgen erfolgt vollautomatisch. Die Säge läuft über Nacht, und am nächsten Morgen liegen die Stücke fertig geschnitten und dank der Abschnittssortierung bereits geordnet zum Entladen bereit. Dadurch konnten wir unsere Performance deutlich steigern.“

Dank Sägemaschinen-Steuerung läuft alles wie von selbst

Die Kastotec FC 4 hat die Sägemaschinen-Steuerung Easy Control implementiert. „Schon nach kurzer Zeit lief alles wie von selbst“, resümiert Thoma. Besonders schätzt er die neue grafische Oberfläche: „Dadurch ist alles übersichtlich. Intuitiv gelangt man zur gewünschten Option. Das erleichtert den Arbeitsalltag erheblich.“ Sollte ein Prozess einmal nicht wie gewollt ablaufen oder es Probleme an der Maschine geben, sind die Experten von Kasto gleich zur Stelle. „Dank Fernwartung haben wir die Möglichkeit, uns jederzeit auf die Anlage zu schalten und sofort einzugreifen. Dadurch können wir kleinere Anpassungen vornehmen und die Sägen auf die Anforderungen unseres Kunden hin optimieren – ohne dass wir dabei persönlich vor Ort sein müssen“, sagt Maurath.

Robert Schönenberger ist mehr als zufrieden mit der neuen Bandsäge: „Wir können uns jederzeit auf die Schnittleistung und die hohe Qualität der Kastotec FC 4 verlassen.“ Und auch über die Zusammenarbeit kann der Betriebsleiter nur Positives sagen. „Von der Planung bis zur Inbetriebnahme hat alles hervorragend geklappt. Mit Kasto haben wir einen Ansprechpartner an der Hand, der uns nicht nur die passende Lösung geliefert hat, sondern bei dem uns auch das Service-Angebot überzeugt.“

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