03.06.2026

Stahlhändler verkürzt die Kommissionierzeit für Langprodukte um 80 %

Ursprünglich lagerte der polnische Stahlhändler Insubud Sp. z o.o. seine Langgüter ausschließlich flächig und in Stapelregalen. Dies führte zu Ineffizienzen bei der Raumnutzung, der Übersichtlichkeit und vor allem bei den Zugriffszeiten. Die Entscheidung für ein Remmert-Wabenlager brachte die Wende. Neben vielen anderen Vorteilen konnten die Kommissionierzeiten um 80 Prozent reduziert werden.

Der polnische Stahlhändler Insbud Sp. z o.o. – seit 1995 fest im polnischen Stahlhandel etabliert und Mitbegründer der European Steel Group – lagerte seine Langgüter ursprünglich ausschließlich flächig und in Stapelregalen. Das führte zu ineffizienter Hallennutzung, fehlender Übersichtlichkeit und langen Zugriffszeiten. Ohne professionelles Lagerverwaltungssystem mussten Mitarbeiter Material oft physisch suchen, der Zugriff auf untenliegende Artikel erforderte aufwändige Umlagerungen. Die Kommissionierung eines Kundenauftrags dauerte im Schnitt rund eine Stunde – ein wachsendes Hindernis für die Expansion.

Remmert entwickelte ein maßgeschneidertes Intralogistikkonzept und ersetzte das alte System durch ein vollautomatisches Wabenlager im Zentrum der Halle, ausgestattet mit vier Be- und Entladestationen für parallele Ein- und Auslagerung. Eingehendes Material wird per Hallenkran in Lagerkassetten verladen und über die Remmert WMS-Software erfasst; das Regalbediengerät (RBG) lagert die Kassetten automatisch ein. Für die Kommissionierung sorgen ergonomische Schnellwechselstationen mit zwei parallelen Förderbahnen, die Wartezeiten nahezu vollständig eliminieren.

Das Ergebnis nach dem Umstieg auf das „Goods-to-Person"-Prinzip: Die Kommissionierzeit sank von rund 60 auf etwa 10 Minuten – eine Reduzierung um 80 %. Hinzu kommen Echtzeit-Bestandstransparenz über das WMS, freigesetzte Platzreserven für ein erweitertes Produktsortiment sowie deutlich verbesserte Ergonomie und Mitarbeiterzufriedenheit, da das RBG sämtliche Materialbewegungen übernimmt.

Der Fall Insbud zeigt: Moderne Intralogistik liefert keine schrittweisen Verbesserungen, sondern die Grundlage für eine neue Wachstumsphase – und einen überzeugenden Proof of Concept für die Branche.