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Blechnet: Nun gibt es die Warmumformung ja schon länger. Was haben Sie mit Ihren Partnern dafür neu erdacht?
Finkler: Das Kernthema, über das wir nachgedacht haben ist, getrieben vom Kostendruck, natürlich die Produktivität, hier im Besonderen die Prozessgeschwindigkeit, die Robustheit der Teilprozesse, die Reduzierung von Nebenzeiten und die Verringerung des Platzbedarfs. Die Umsetzung dieser anspruchsvollen Innovationen ist uns gut gelungen. Deshalb sind wir auch davon überzeugt, dass wir damit einen neuen Benchmark setzen und diese Technologie langfristig gesehen auch richtungsweisend sein wird. Aufbauend auf dieses Ergebnis gilt es natürlich, weitere Potenziale zu heben.
Blechnet: Wodurch unterscheidet sich Ihr neues Warmumformkonzept von bisherigen Anlagen?
Finkler: In erster Linie durch den geringeren Platzbedarf, in einer spürbar gesteigerten Anlagenflexibilität bei gleichzeitiger Nebenzeitenreduzierung. Dazu ist die Anlage für ein gleichzeitiges Schneiden während des Warmumformprozesses vorbereitet und erlaubt darüber hinaus das Einstellen eines bestimmten Temperaturprofils vor dem Umformen. Dadurch können bestimmte Festigkeitsbereiche im fertigen Teil eingestellt werden, wie etwa hochfest oder verformbar.
Blechnet: Was ist von dieser Gesamtanlage bereits realisiert und wann wird die erste in Betrieb gehen?
Finkler: Aktuell sind wir in der Inbetriebnahmephase für die erste Linie in Münchsmünster. Diese soll Ende 2013 betriebsbereit sein. Monate später wird dann die zweite Linie in Betrieb gehen. Dafür wurden bereits die Fundamentelemente installiert. Die bekanntermaßen hohen Anforderungen von Audi sind für uns eine echte Herausforderung, der wir gerne gerecht werden.
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