Warmumformung Richtungsweisende Anlagentechnik als Benchmark in der Warmumformung

Redakteur: Dietmar Kuhn

Warmumformung ist nach wie vor ein heißes Thema. Jetzt hat die Thyssen-Krupp System Engineering GmbH, ein Unternehmen der Thyssen-Krupp Industrial Solutions AG, zusammen mit Partnern ein neues Anlagenkonzept entwickelt. Die Technik, die erstmals bei der Audi AG installiert wird, soll wesentlich effizienter produzieren, wie Norbert Fenger und Thomas Finkler konstatieren.

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Neuen Benchmark für die Warmumformung gesetzt: Norbert Fenger (l.), Senior Manager Hot Forming bei der Thyssen-Krupp System Engineering GmbH, und Thomas Finkler, Business Development Manager Warmumformung, ebenfalls bei Thyssen-Krupp System Engineering in Wadern-Lockweiler.
Neuen Benchmark für die Warmumformung gesetzt: Norbert Fenger (l.), Senior Manager Hot Forming bei der Thyssen-Krupp System Engineering GmbH, und Thomas Finkler, Business Development Manager Warmumformung, ebenfalls bei Thyssen-Krupp System Engineering in Wadern-Lockweiler.
(Bild: Kuhn)

Blechnet: Was hat Sie beziehungsweise Thyssen-Krupp System Engineering dazu veranlasst, das Thema Warmumformung neu aufzurollen?

Finkler: Nun, das Thema Warmumformung leistet unserer Einschätzung nach langfristig einen wichtigen, wirtschaftlichen Beitrag zur Gewichtsreduzierung im Automobil und bedient gleichzeitig künftige Sicherheitsanforderungen. Wir konzentrieren uns auf das direkte Verfahren, dem gleichzeitigen Umformen und Härten, im Gegensatz zum indirekten, bei dem diese Schritte nacheinander ablaufen. Grundsätzlich verfolgen wir einen gesamtheitlichen Ansatz, beginnend mit hoher Materialkompetenz und betrachten die gesamte Prozesskette bis hin zum lackierten Fahrzeug. Unsere Motivation gründet insbesondere auf der nach unserer Meinung hohen Nachhaltigkeit dieser Leichtbaulösung. Hier wollen wir uns mit durchdachten und neuen Technologien im Markt platzieren. Das heißt, technologisch auf den bisherigen Techniken aufsetzend und mit passenden Partnern echte Innovationen für die Warmumformung zu entwickeln.

Blechnet: Wer sind denn Ihre Partner?

Finkler: Zunächst einmal sind wir Teil eines diversifizierten Industriekonzerns mit starker Technologie- und Materialkompetenz. Dann arbeiten wir auch mit externen Partnern zusammen. Bei der Wärmetechnik ist das die Ebner Industrieofenbau GmbH in Leonding (Österreich), die sehr viel Erfahrung in der Materialveredelung mitbringt. Mit den Partnern und in enger Zusammenarbeit mit der Audi AG haben wir das neue Warmumform-Konzept erdacht und entwickelt. Wir sind gerade in der Inbetriebnahmephase der ersten Anlage.

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Blechnet: Wer hat denn diese Entwicklungsgemeinschaft angestoßen?

Finkler: Geistiger Vater unserer Initiative war die Hot Forming Solution (HFS) GmbH. Die HFS ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Braun Cartec GmbH (führender Warmumformwerkzeugbauer mit angeschlossener Teilefertigung) und der Thyssen-Krupp System Engineering GmbH (weltweit operierender Anlagen- und Werkzeugbauer) und bündelt deren Know-how zur gemeinsamen Weiterentwicklung und Vermarktung.

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