Lagersysteme

Roboter fürs Lager

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Typische Anwendungsbeispiele finde man im Bereich der Sägemaschinen-Versorgung aus einem Hochregallager über einen Manipulator, der so genannten Sawcell. „Dabei handelt es sich um einen auf separaten aufgeständerten Fahrschienen verfahrbaren Manipulator, der Stabmaterialien mittels einstellbarer Greifer bis Durchmesser 320 mm und Stückgewicht 3,2 t erfasst und auf Schnellwechsel-Einrichtungen von Sägemaschinen transportiert“, erklärt Armin Stolzer.

Roboter machen schnelle Kreissägemaschinen flexibler

Auf Grund der Flexibilität kommt es laut Armin Stolzer vermehrt zum Einsatz von Robotern an den schnellen Kreissägemaschinen. Dabei hängen die Einsparungen jeweils individuell vom Einsatzfall ab. „Ganz generell ist der Roboter insbesondere dann von Vorteil, wenn eine zwei- oder dreischichtige Auslastung gegeben ist und ein permanenter Mitarbeiter-Einsatz zum Beschicken von Säge- und anderen Bearbeitungsmaschinen, zum Kommissionieren oder zum Sortieren und Abstapeln der Abschnitte erforderlich ist“, stellt Stolzer fest.

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Auf Grund des Verhältnisses Personaleinsparung zu Invest rechnen sich diese zusätzlichen Roboter-Einrichtungen im Allgemeinen innerhalb kurzer Frist.

„Nach unseren Erfahrungen wird die Einsatzmöglichkeit von Robotern beim Sortieren auf ein immer größeres Teilespektrum ausgeweitet. Zudem werden verstärkt weitere Verrichtungen integriert. Wichtig dabei ist die einfache parameter-gesteuerte Programmierung, die eine individuelle Programmierung durch den Anwender beziehungsweise Bediener überflüssig macht“, so Stolzer.

Lagerlifte mit RFID-Technik im 24-Stunden-Dauereinsatz

Auch Gambro, ein in Bereichen der Medizintechnik weltweit führendes Unternehmen, nutzt Roboter für das Befüllen und Entnehmen seiner Lager. In Opelika/Alabama entsteht eine automatische Produktionsstätte für Dialysatoren. Dort werden in vier Bereichen spezielle Lagerlifte der Kardex GmbH, Neuburg, als verfahrenstechnische und produktionslogistische Puffer eingesetzt. Zur Grundträger-Erkennung wird RFID-Technik (Radio Frequency Identification) angewandt; sie ermöglicht die automatische Identifikation und Lokalisierung von Objekten.

Die Megasys-Lifte erwartet keine leichte Aufgabe: Die Maschinen sollen sieben Tage die Woche in Betrieb sein, 24 Stunden am Tag. Eine technische Anforderung des Systems ist, dass immer jeweils ein leerer Träger auf der Einlagerungs- sowie ein voller Träger auf der Auslagerungsseite zur Verfügung stehen muss.

Dies soll eine neue Doppelträgertechnik ermöglichen. Die Träger werden zum Befüllen und Entleeren voll ausgefahren; sie können übereinander positioniert werden. Bei der Ein- und Auslagerung der Produkte in die Lifte kommen Roboter zum Einsatz. Alle neun Geräte der Baureihe Kardex Megasys CLR sind mit Reinraummodulen ausgestattet.

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