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Noch wichtiger ist für Jeßegus die Fertigungsqualität, zumal beispielsweise in der Produktion von Reflektoren auch spiegelnde Oberflächen herzustellen sind, die eine besonders hohe Herausforderung darstellen. „Gegenüber den hydraulischen Anlagen weisen die Premo 600 Maschinen von Abacus mit ihren Servomotoren bei der Umformung der Aluminiumronden eine deutlich höhere Reproduzierbarkeit in gleichbleibender Qualität auf. So können wir den Qualitätsanforderungen unserer Kunden uneingeschränkt entsprechen“, stellt Kai Jeßegus fest.
Material, Drückkraft und Tempo aufeinander abstimmen
14 einzelne, frei programmierbare CNC-Achsen sorgen hier für außergewöhnliche Flexibilität. Das Einrichten der Maschine für die Umformung neuer Werkstücke funktioniert daher besonders schnell. So können beispielsweise bereits früher verwendete Bearbeitungsprogramme einfach abgerufen und geladen werden, um die Produktion innerhalb kürzester Zeit wieder aufzunehmen. Um das gewünschte Ergebnis zu erreichen, müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden. „Bevor unsere Drückmaschinen die Fertigung bei unseren Kunden aufnehmen, führen wir in der Regel vielfältige Tests durch“, erläutert Thorsten Beling, Geschäftsführer der Abacus GmbH. „Dabei untersuchen wir, wie das Material ‚fließt‘, das der Auftraggeber verarbeiten möchte. Denn die verschiedensten Messinglegierungen verhalten sich völlig anders als beispielsweise Edelstahl, Kupfer und Aluminium – und das auch noch in unterschiedlichen Stärken, die bei der Umformung entstehen sollen. Vom Werkstoff ist zum Beispiel abhängig, welche Drückkräfte angelegt werden und welche Geschwindigkeit optimal für den jeweiligen Prozess ist. Indem wir die genauen Abmessungen und Winkel des herzustellenden Produkts in unseren Tests nachvollziehen, ermitteln wir auch die erforderlichen Druckrollenradien.“
Ein weiterer Vorteil der Ausstattung mit Servomotoren an den Premo 600 Drückmaschinen liegt in der verbesserten Variabilität. Die enorme Feinfühligkeit des Systems sowohl bei kleinen als auch bei großen Kräften ist eine Besonderheit: dies ermöglicht unter anderem ein weiches Anfahren der Drückrolle an die Kontur. Verantwortlich dafür ist die hochentwickelte Sensorik für die Kraftmessung an der Drückrolle. Für die Anwender gibt es im Vergleich zur Hydraulik-Technologie deutlich mehr Optionen für die Kräfteverteilungen und zugleich erheblich geringere Toleranzen.
Produktivitätsschub durch Automatisierung
Einen weiteren Produktivitätsschub erlebt Jeßegus durch die Automatisierung des Drückprozesses, die seit dem vergangenen Winter an der zweiten Premo 600 integriert wurde. Ausschlaggebend dafür waren die steigenden Ansprüche der Kunden sowohl an die Fertigungs- und Oberflächenqualität als auch an die zeitnahe Lieferung. „Die Just-in-time-Produktion hat die Reaktionszeiten nach den Bestellungen unserer Auftraggeber immer weiter verkürzt. Dies ist ein wesentlicher Grund dafür, dass wir verstärkt auf Automatisierung setzen. Hinzu kommt, dass wir das vorhandene Personal wertschöpfender einsetzen können. Anstatt die Drückmaschine von Menschenhand mit Ronden zu füttern, können diese Mitarbeiter jetzt Aufgaben erledigen, die ihren Qualifikationen entsprechen und ihnen mehr Abwechslung bieten“, führt Jeßegus aus.
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