Automatisierungsroboter

Roboter Lucy bildet mit Drückmaschine ein produktives Team

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Abacus lieferte nicht nur die Drückmaschine, sondern auch ein passendes Konzept für die Automatisierung und integrierte das Modell M-20iA von Fanuc in den Prozess. Der bei Jeßegus gebräuchlichere Name „Lucy“ klingt für die Mitarbeiter nicht nur etwas charmanter – er deutet auch darauf hin, dass der maschinelle Kollege hier nicht als Arbeitsplatz-gefährdender Konkurrent wahrgenommen wird, sondern als eine willkommene Ergänzung der Arbeitskraft. „Aufgrund der erweiterten Fertigungskapazitäten und nicht zuletzt der sinkenden Lohnstückkosten konnten wir unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern. Der Robotereinsatz bietet die Möglichkeit, praktisch rund um die Uhr zu arbeiten. Auch an den Wochenenden ist damit eine mannlose Fertigung möglich. Und welchen Vorteil dies bei sommerlichen Höchsttemperaturen mit sich bringt, haben wir gerade eindrucksvoll erlebt, als die Premo 600 und Lucy trotz Hitze ein jederzeit verlässliches und produktives Team bildeten“, so Jeßegus. Darum hat das mittelständische Unternehmen entschieden, bei Abacus einen weiteren Automatisierungsroboter zu bestellen. Dabei handelt es sich um den gleichen Typ wie Lucy. Er wird an der ersten bei Jeßegus installierten Premo 600 eingesetzt.

Dank einfacher Bedienoberfläche sofort am Drücker

Abacus-Geschäftsführer Beling ergänzt: „Je nach Anforderungen können auch andere Systeme mit unserer Drückmaschine kombiniert werden. Für die Auswahl dieses Industrieroboters sprach vor allem, dass er in Bezug auf die Steuerung sehr offen ist. So haben wir die Programmierungen für Roboter und Drückmaschine in einer einfachen Bedieneroberfläche zusammengefasst.“ Ein Kernelement ist die Harmonisierung der einzelnen Fertigungsschritte; von der gesicherten Einzelentnahme und Zuführung der Ronden bis zur Choreografie der Wartestellungen und Platzierung der Werkstücke auf der Palette. Die mit sechs Achsen ausgestattete Lucy wurde für die Montage auf engstem Raum konzipiert. Dabei hebt ein an einer Seite des Doppelgreifers befestigter Saugnapf die oberste Ronde vom Stapel; zur Vereinzelung der Ronden wird Luft angeblasen. Um die Positionierung des Werksstücks zu optimieren, legt der Greifer es in einer V-förmigen Vorrichtung ab, lässt es kurz los und nimmt es wieder auf. Von unten wird ein Trennmittel aufgetragen, das den Drückprozess unterstützt. Auf der gegenüberliegenden Seite des Doppelgreifers wird das bereits umgeformte Werkstück aus der Drückmaschine entnommen und positionsgenau auf Paletten zum Weitertransport abgelegt.

„Je nach Material und Komplexität der Oberflächenbearbeitung ist der Takt sehr unterschiedlich. Die komplette Umformung einer Ronde zu einem Reflektor, einer Pfanne oder Reifenfelge etc. kann durchaus im 30-Sekunden-Takt erfolgen. Dies hängt auch davon ab, welche Formen hergestellt werden und ob beispielsweise der Rand gebördelt wird. Länger dauert es natürlich, wenn beispielsweise noch ein Logo oder eine Grafik eingraviert ist, wie dies häufig bei Haushaltswaren wie Kaffeekannen oder zum Beispiel bei Urnen der Fall ist“, zeigt Beling die Möglichkeiten auf. Im Abacus-Lieferumfang von Drückmaschine und Automatisierungsroboter bei Jeßegus ist die Fernwartung sozusagen als Absicherung für die Prozessqualität bereits enthalten. Mögliche Abweichungen von den Toleranzwerten werden sofort per E-Mail oder SMS gemeldet. Diese Fernwartung ist laut Jeßegus ein hilfreiches Tool: „Sie wurde schon einige Male in Anspruch genommen. Aber nicht etwa, weil die Anlage an sich defekt war, sondern weil Fehler bei Umrüstungen und Einstellungen gemacht wurden. Abacus konnte über die Fernwartung dann schnell die nötige Unterstützung geben, um die Situation zu lösen und umgehend wieder in Produktion zu gehen.“

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