Der belgische Metalldienstleister Leo Vervisch BV hat sich quasi den Zuschnitt ins eigene Unternehmen geholt. Nun arbeitet er mit einer vielseitigen Microstep-Schneidanlage.
Um nicht mehr länger von den Unwägbarkeiten externer Dienstleister abhängig zu sein, hat sich der belgische Familienbetrieb Leo Vervisch die 3D-Schneidanlage MG von Microstep mit Plasma- und Autogenschneidprozess ins Haus geholt. Nun ist man schneller und kann mehr bieten.
(Bild: Microstep Europa)
Das Metall-Service-Center Leo Vervisch hat seinen Standort im belgischen Westflandern. Es wurde 1982 vom Namensgeber und seiner Frau gegründet. Als Schrotthändler haben die beiden begonnen, entwickelten sich aber zusehends zu einem zuverlässigen Lieferanten für große und kleine Bauherren, was für große metallverarbeitende Betriebe aber auch für Privatpersonen gilt, wie es weiter heißt. Das Unternehmen wird heute in zweiter Generation geführt. Man verkauft dabei nicht nur Materialien für den Metallbau sondern verarbeitet sie auch ganz im Sinne der Wünsche der Kunden.
Weg mit zu viel manueller Arbeit und langem Warten auf Externe
Im täglichen Geschäft setzte Vervisch lange Zeit vorwiegend auf Handarbeit. Bis vor kurzem wurde per Hand hauptsächlich gesägt, gebohrt und geschweißt. Seit etwas über einem Jahr ist das Ganze aber deutlich automatisierter und damit einfacher und effizienter, wie die Belgier betonen. Dafür sorgt seitdem nämlich eine Investition im Bereich Zuschnitt. Genau gesagt handelt es sich um eine Microstep-MG mit Features zum Plasmaschneiden und zum autogenen Brennschneiden. Die 12 Meter lange und 2,5 Meter breite Maschine ist dazu mit einem Plasmarotator, einem Autogenrotator und einem Autogenbrenner ausgestattet. Damit reagiere man auf die steigende Nachfrage nach Zuschnitten außerhalb des Standardformats mit unterschiedlichen Konturen und Fasen. Zuvor haben die Experten diese Arbeiten manuell erledigt oder mussten Subunternehmer beauftragen. Doch vor allem die zunehmenden Wartezeiten auf Angebote, Produktion und die spätere Lieferung haben Vervisch zur Entscheidung veranlasst, diese Arbeiten zukünftig im eigenen Haus durchzuführen, um die Dienstleistungen für die Kunden und die eigene Flexibilität zu verbessern. Damit ist auch die Abhängigkeit von den Launen Dritter passé.
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Schlüsselfertiges Schneidsystem macht sich mehrfach bezahlt
Speziell die Kombination aus Plasma- und Autogenschneiden in 3D und 2D sei für den Lohnfertiger ein wertvoller Aspekt, der sich tagtäglich bezahlt mache. Denn Vervisch hat es nach eigener Aussage oft mit großformatigen Werkstücken und unterschiedlichen Dicken derselben zu tun. Auch verschiedene Metalle sind dabei zu bearbeiten, wie es weiter heißt. Die Kombination der verschiedenen Schneidprozesse ermöglicht es nun, je nach Blechdicke, die beste Methode auf einer Maschine zu nutzen. Egal, ob Baustahl mit Plasmaschnitt von bis zu 50 Millimeter Dicke, oder Edelstahl bis 120 Millimeter. Noch dickere Platten bis 250 Millimeter bekommt Vervisch so mit dem Autogenschneiden auf Wunschkontur. Egal, ob 2D-Konturen oder die präzise Schweißnahtvorbereitung – der belgische Betrieb ist durch die Microstep-Anlage jetzt für seine vielfältigen Aufgaben noch besser gerüstet. Ein besonderer Bonus muss hier noch erwäht werden: Die Schneidköpfe können nämlich kombiniert arbeiten! So ist es zum Beispiel möglich, den Plasmakopf zum Markieren und den Autogenkopf zum Schneiden zu verwenden. Es können auch beide Autogenköpfe parallel schneiden, um die maximale Effizienz aus der MG-Anlage herauszuholen. Nicht zuletzt sei man zuvor auf einfache Schneidaufgaben beschränkt gewesen, was jetzt vorbei ist. Alles geht außerdem schneller, was auch die Kunden schätzen, so Vervisch.
Das sind die Highlights einer Microstep-MG-Schneidanlage:
Mit einer Microstep-MG, wie sie bei Vervisch in Betrieb ist, gelingt die 3D-Bearbeitung mit Plasma- und Autogenrotator auf einer Arbeitsfläche von 12.000 × 2.500 Millimetern. Ausgestattet mit Plasma- und Autogenrotator stehen folglich gleich zwei unterschiedliche Schneidprozesse zur Verfügung. Was sich etwa beim Fasenschneiden für die Schweißnahtvorbereitung bezahlt macht. Der Autogenrotator ermöglicht 60°-Fasen, der Plasmarotator Fasen bis 52°. Als Plasmastromquelle dient eine Kjellberg-„HiFocus 440i neo“ mit automatischer Gaskonsole sowie „Contour Cut Speed“-Funktion, so Microstep. Für die Filterung der anfallenden Stäube ist außerdem ein Absaugsystem von Donaldson zur Außenaufstellung installiert.
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