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3D-Druck gewinnt

Schneller als ein Passagierflugzeug

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Auch wenn fast kein Luftdruck innerhalb der Röhre herrscht, gibt es aufgrund des hohen Tempos, das fast der Schallgeschwindigkeit entspricht, trotzdem noch einen Rest-Luftwiderstand. Deswegen erhielt die Delfter Kapsel eine aerodynamische Form. Um den Luftwiderstand so gering wie möglich zu halten, ähnelt die Kapsel einem Wassertropfen. Daraus ergab sich allerdings eine weitere Herausforderung: Die Aufhängung musste aerodynamisch mit dieser organischen Form verbunden werden, zumal es fast unmöglich ist, eine gekrümmte oder doppelt gekrümmte Oberfläche zu fräsen. Dafür bot das Gussverfahren mit seinen umfangreichen Gestaltungsoptionen eine Lösung.

Der Hyperloop: das Verkehrsmittel der Zukunft?

Auf Stahlbetonstützen sollen zwei parallel laufende Röhren gebaut werden, in denen sich Kapseln mit 20 bis 30 Menschen an Bord in einem Teilvakuum bewegen. Um hohe Geschwindigkeiten erreichen zu können soll der Druck in den Röhren bei etwa 100 Pa gehalten werden, einem Tausendstel des Normaldrucks.

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So wäre für dieses Transportsystem nur ein Bruchteil der Energie notwendig, die herkömmliche Verkehrsmittel verbrauchen. Denn aufgrund des sehr geringen Luftwiderstands ist fast keine Antriebskraft nötig, um die magnetisch angetriebenen Fahrzeuge zu beschleunigen. Dies würde die Kosten für den Aufbau und die Erhaltung der Infrastruktur drastisch reduzieren. Der Hyperloop ist eine Technik, die auf umweltfreundliche Art und Weise hohe Geschwindigkeit realisieren könnte.

Das Hyperloop-Team aus Delft

Das Delfter Hyperloop-Team besteht aus 30 Mitgliedern aus allen Fakultäten der TU, die als die Besten aus fast 200 Bewerbern ausgewählt wurden. Dieses Team nahm am „SpaceX Hyperloop Pod-Wettbewerb“ teil, der von Elon Musk 2013 ins Leben gerufen wurde, weil er das Hyperloop-Projekt nicht alleine umsetzen wollte. Mit einem einzigartigen Design und Schwebemechanismus erstellten die Niederländer ein sicheres, schnelles und kostengünstiges Fahrzeug-Modell. Die Transportkapsel in halber Maßstabsgröße wurde im Januar 2017 durch die Teströhre von SpaceX in Kalifornien geschickt.

Auch wenn die Delfter in der ersten Runde des Hyperloop-Wettbewerbs mit dem zweiten Platz knapp am Sieg vorbeigedüst sind, hat das niederländische Team in der zweiten Entscheidungsrunde im Januar 2017 auf der kalifonischen Testtrecke überzeugen können. Sie gingen als Gesamtsieger hervor, die in allen Wettbewerbskriterien jeweils mit den höchsten Durchschnittswerten punkten konnten.

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