Wasserstrahlschneiden

Schneller wasserstrahlschneiden ohne Präzisionsverlust

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Eine komplette Wasserstrahlschneidanlage besteht aus verschiedenen Komponenten. Die Maschinenkonstruktion, die in den meisten Fällen aus Stahlprofilen aufgebaut ist, enthält separate Achsen, die den Schneidkopf in die richtige Position lenken. Über dem Rahmen bewegt sich bei den meisten Maschinen ein Portal (Traggerüst), auf dem ein oder mehrere Schneidköpfe angebracht sind. Die Schneidköpfe sind in der Längsrichtung des Querbalkens und in der Höhe verstellbar.

Restenergie des Wasserstrahls muss nach dem Schneiden abgebaut werden

Die Restenergie des Wasserstrahls, die nach der Schneidbearbeitung übrig bleibt, kann auf unterschiedliche Arten abgebaut werden. Am gängigsten ist die Verwendung eines Wasserbeckens, das als so genannter Strahlfänger fungiert. In diesem Becken, mit einem Wasserstand von mindestens 600 mm, wird die Restenergie des Wasserstrahls in Wärme umgesetzt.

Andere Komponenten sind die bereits genannte Hochdruckpumpe, die Steuerung und die Ableitanlage. Das mit Schneidmaterial und Abrasivmittel vermischte Schneidwasser muss aus dem Wasserbecken entfernt werden. Das kann kontinuierlich durch eine Ableitvorrichtung oder von Hand zu festgelegten Zeiten geschehen.

Wasserstrahlschneiden für fast alle Werkstoffe geeignet

Mit Hilfe des Wasserstrahlschneidens können fast alle Materialien bearbeitet werden, von Schaumgummi bis Saphir. Hartglas bildet dabei eine Ausnahme. In der Praxis wird das Verfahren vor allem bei der Bearbeitung von Metallen und Kunststoffen eingesetzt, aber auch in der Leder- und (Natur-) Steinbearbeitung. Andere Einsatzmöglichkeiten sind Perspex, Pertinax, Mica, faserverstärkte Materialien, Papier, Pappe, Textilien, gefrorene Nahrungsmittel und andere, ähnliche Materialien.

Die Dicke des zu bearbeitenden Materials stellt nur insofern eine Einschränkung dar, dass die Verarbeitungsgeschwindigkeit abnimmt, wenn die Dicke zunimmt. Eine intensive Forschung von Herstellern auf diesem Gebiet ist darauf ausgerichtet, die Geschwindigkeit zu erhöhen. Grob gesagt gilt dabei die folgende Regel: Je höher der Wasserdruck, desto höher ist die Schnittgeschwindigkeit beziehungsweise desto größer kann die Blechdicke bei gleichbleibender Geschwindigkeit sein.

Werkstoff wird beim Wasserstrahlschneiden nicht erhitzt

Neben dem breiten Anwendungsgebiet des Wasserstrahlschneidens sowohl im Hinblick auf die Materialien als auch im Hinblick auf die Stärken ist auch die Tatsache, dass keine Wärme zum zu schneidenden Material zugeführt wird, ein großer Vorteil. Strukturwechsel, Verformungen, Verfärbungen und andere unerwünschte Änderungen des Materials treten dadurch nicht auf. Weitere Vorteile des Wasserstrahlschneidens sind:

  • Es entsteht kein Staub, Rauch oder giftiger Dampf.
  • Die mechanische Belastung ist gering.
  • Die Materialverluste sind klein.
  • Die Schnitte sind praktisch gratlos.
  • Bei dicken Materialien sind relativ hohe Geschwindigkeiten realisierbar.

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