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Diesen Vorteilen stehen jedoch auch einige Nachteile gegenüber. Im Vergleich mit dem Laserschneiden ist das Verfahren beim Schneiden von dünneren Materialien relativ langsam. Dies führt zu einer niedrigen Produktivität.
Wasserstrahlschneiden mit mehreren Schneidköpfen erhöht die Produktivität
Bei Serienproduktion kann die Produktivität erhöht werden, indem mehrere Schneidköpfe eingesetzt werden. Ein weiterer Nachteil liegt darin, dass bei bestimmten aus Schichten aufgebauten Materialien eine Delaminierung auftritt. Auch die Form des Schnitts ist ein Punkt, der Sorgen bereiten kann. Abhängig vom Material und von der Geschwindigkeit zeigt der Schnitt geringere oder stärkere Abweichungen von der sauberen, geraden Form.
Resato ist einer der Pioniere Wasserstrahlschneidtechnik. Seit im Jahre 1996 der erste Maschinenentwurf auf den Markt gebracht wurde, strebt das Unternehmen ständig danach, die verschiedenen Komponenten – Pumpe (Intensifier), Schneidtisch, Steuerung und Abrasivhaushalt – weiter zu verbessern. Bereits 2002 wurde mit Wasserdrücken bis 6000 bar experimentiert. 2003 stellte das Institut für Werkstoffkunde der Universität Hannover an Hand von offiziellen Tests fest, dass das Schneidsystem von Resato in einem Vergleich von zehn der bekanntesten Anbieter auf dem Gebiet des Wasserstrahlschneidens das leistungsfähigste System war.
Linearer Direktantrieb verbessert Wasserstrahlschneiden
2005 entwickelte Resato ein Electronic Monitoring System für die komplette Prozessüberwachung und ein Jahr später wurde während der Blechbearbeitungsmesse Euroblech in Hannover eine fundamentale Verbesserung des Verfahrens vorgestellt: der lineare Direktantrieb.
Diese Innovation kam nicht völlig unerwartet. Aus der Sicht von Resato stellt der Linearantrieb mit seiner hohen Dynamik und Positioniergenauigkeit eine Voraussetzung dafür dar, die beträchtlich höheren Geschwindigkeiten, die durch einen anderthalbmal so großen Wasserdruck möglich sind, auch in der Praxis einzusetzen. In den neuesten Maschinen setzt Resato eine Kombination von einem Wasserdruck in Höhe von 6000 bar mit dem Linearantrieb ein, womit eine fundamental höhere Produktivität und Verfahrensqualität realisiert werden.
Das Prinzip des Linearantriebs basiert auf der Grundlage des Magnetismus und ist ganz einfach: Gleiche Pole stoßen einander ab, Gegenpole ziehen sich an. Der lineare Induktionsmotor ist, einfach ausgedrückt, ein rotierender Elektromotor, der aufgeschnitten und in einer geraden Linie angeordnet wurde.
Der primäre Teil des Motors ist mit dem Stator eines rotierenden Elektromotors vergleichbar, während der sekundäre Teil mit dem Rotor vergleichbar ist. Der zu bewegende Teil enthält eine Reihe von Spulen, deren magnetisches Feld durch die periodische Änderung der Stromrichtung ständig wechselt. Der feste Teil enthält mehrere Magnete mit einer unveränderlichen Polarität. Dadurch wird immer die Hälfte der Spulen von Magneten mit einer festen Polarität in derselben Richtung angezogen, wodurch die Bewegung zu Stande kommt. In diesem Zusammenhang kann von einer Art magnetischer Welle gesprochen werden, durch die das anzutreibende Objekt (unabhängig davon, ob es sich dabei um eine Schwebebahn oder einen Maschinenschlitten handelt) fortbewegt wird.
Schneidköpfe mit linearem Direktantrieb über Magnetbahnen angebracht
Das Resato-Prinzip des Linearantriebs für die Wasserstrahlschneidtechnik: Die Schneidköpfe werden mit linearen Direktantriebsmotoren über Magnetbahnen angebracht. Das gilt für die Längs- und die Querbewegung (die X- und die Y-Achse), mit der der Schneidkopf in die richtige Position im Arbeitsbereich gebracht wird, aber auch für die vertikale Z-Achsen-Bewegung des Schneidkopfes.
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