Industrieverband Blechumformung 70 Prozent der Blechumformer verlieren Umsatz

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Geschäfts- und Auftragslage sind in der Blechumformung anhaltend schwach. Ergebnisse einer Mitgliederumfrage des Industrieverbands Blechumformung zeigen die Dringlichkeit der Wirtschaftswende.

„Es muss etwas passieren – ohne Zögern, Zaudern, Ziellosigkeit. Die Lage unserer Mitglieder erfordert schnellstens grundlegende strukturelle Änderungen am Standort“, fordert IBU-Geschäftsführer Bernhard Jacobs.(Bild:  IBU)
„Es muss etwas passieren – ohne Zögern, Zaudern, Ziellosigkeit. Die Lage unserer Mitglieder erfordert schnellstens grundlegende strukturelle Änderungen am Standort“, fordert IBU-Geschäftsführer Bernhard Jacobs.
(Bild: IBU)

70 Prozent der Blechumformer verlieren Umsatz, 56 Prozent leiden unter ihrer schlechten oder gar sehr schlechten Geschäftslage. Auch die Erwartungen sind mager, in fast allen Bereichen bewerten 50 bis 60 Prozent der Zulieferer ihre Perspektiven negativ, wie der IBU nach einer Mitgliederumfrage mitteilt.

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Größte Herausforderung sei für nahezu jedes der meist mittelständischen Unternehmen die anhaltend schwache Konjunktur. Dazu kommen handelspolitische Spannungen und Regulatorik. Überraschend seien die Ergebnisse der Mitgliederumfrage des Industrieverbandes Blechumformung (IBU) nicht, sie unterstreichen aber die Dringlichkeit der Wirtschaftswende. Immerhin rund 45 Prozent der Blechumformer wollen trotz allem investieren, brauchen aber Planungssicherheit.

Neue Koalition muss grundlegende strukturelle Änderungen angehen

„Es muss etwas passieren – ohne Zögern, Zaudern, Ziellosigkeit. Die Lage unserer Mitglieder erfordert schnellstens grundlegende strukturelle Änderungen am Standort“, fordert IBU-Geschäftsführer Bernhard Jacobs. „Die immensen Gelder des Schuldenpaketes gehören dorthin, wo sie Wirkung entfalten – in die Wirtschaft. Nur sie kann den Wohlstand aller im Land sichern.“

Dieser Wohlstand hängt vielerorts von mittelständischen Stahl- und Metallverarbeitern wie den Blechumformern ab. Bei mehr als 70 Prozent von ihnen sank der Umsatz 2024 – um 1 bis über 15 Prozent, nur jeder Vierte legte zu. Und die Auftragslage stimmt wenig optimistisch, Order aus Maschinenbau, Automobil-, Elektro-, Bauindustrie etc. bleiben aus. „Bei fast 60 Prozent der Befragten sind Stellenabbau, bei über 40 Prozent Kurzarbeit die Folge“, unterstreicht Jacobs, „so darf es nicht weitergehen.“

Investitionen abhängig von Auftragslage

Trotz allem sind immerhin noch 45 Prozent der Blechumformer bereit zu investieren. Größtenteils in Deutschland, bei gut 30 Prozent fließen die Mittel aber aus dem Land heraus. Fast 12 Prozent investieren an neuen Standorten im Ausland. Ihren Einsatz machen nahezu alle Befragten von der Auftragslage abhängig. „Politische Versprechen motivieren kaum“, weiß Bernhard Jacobs. „Die künftige Regierung muss sich das Vertrauen erarbeiten und Unternehmern durch klare Ziele und wirkungsvolle Maßnahmen Zuversicht und Planungssicherheit zurückgeben.“ Ganz oben auf der To-do-Liste sollten nach Meinung der Blechumformer Bürokratieabbau und niedrigere Stromkosten stehen, danach folgen Steuersenkungen und infrastrukturelle Investitionen.

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