Intralogistik

Schweres Blech geordnet bewegen

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Die Logotek-Mitarbeiter müssen sich sowohl mit Hardware als auch mit Software auskennen: Informatiker, E-Techniker, Ingenieure. Neue Mitarbeiter sind über Praktika und Diplomarbeiten in die Firma „hineingewachsen“. Einen Mitarbeiter hat das Unternehmen außerdem in Duisburg, einen weiteren in Peking.

Bestehende Techniken für die Schwerindustrie anpassen

Doch die aktuelle Wirtschaftslage geht auch an Marktheidenfeld nicht vorbei. Einige bereits geplante Projekte wurden von den Auftraggebern verschoben. Ein Grund mehr, neue Ideen weiter zu verfolgen.

Eine logische Weiterentwicklung der gut eingeführten Materialverfolgungsprozesse ist die Identifizierung des Materials an ausgewählten Übergabepunkten im Fertigungsprozess, beispielsweise an Verladestellen oder in Rollgängen zwischen den Fertigungsbereichen.

Warum sich auf Kreidezahlen und Begleitzettel verlassen, wenn diese mögliche Fehlerquellen beinhalten? Mittels Laserscanner ist eine automatische Erkennung von 1D- und 2D-Codes mit einer hohen Zuverlässigkeit möglich.

Klarschrifterkennung von Produkt-Identifikationen in Arbeit

Logotek arbeitet ebenfalls an der Klarschrifterkennung von farbmarkierten und gestempelten Produkt-Identifikationen mit Hilfe von Bildverarbeitungssystemen. Mit dieser Technik lassen sich die Ergebnisse der Materialverfolgung verifizieren, und es kann neues Material, beispielsweise von LKW-Entladungen, automatisch in die Materialverfolgung einbezogen werden.

Neu ist auch die Implementierung von RFID in den Lagerverwaltungsprozess der Stahlindustrie. Durch diese Technologie ist auch die Automatisierung von Zutrittsberechtigungen für eine lückenlose und schnelle Erfassung von LKW’s an Werkstoren möglich. So lassen sich Lieferstaus vermieden und die Erkennungsdaten automatisch in den Materialverfolgungsprozess einbeziehen. Beispiele für neue Ansätze, die die Lagerabläufe in der Schwerindustrie weiter optimieren können.

Geschäftsführer Matthias Knoke jedenfalls, der derzeit mehrere Projekte für die automatische optische Erfassung der Materialkennzeichnung bei einem taiwanesischen Kunden realisiert, kann die wachsende Bedeutung der automatischen Materialidentifikation als Ergänzung einer lückenlosen Materialverfolgung bestätigen: „Nur durch die Kombination von Identifikations- und Materialverfolgungstechnologie ist bei den vielfach verzweigten Materialflüssen in modernen Stahlwerken die Frage „wo befindet sich das Material?“ jederzeit sicher zu beantworten.“

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