Werkzeug- und Formenbau Selten hat man zuviel Mut

Von Richard Pergler 4 min Lesedauer

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Frisches Wissen für den Arbeitsalltag sowie Aufbau und Pflege wertvoller Kontakte in der Branche standen für die Teilnehmer beim Treffpunkt Werkzeugbau des Verbands Deutscher Werkzeug- und Formenbauer (VDWF) bei Tebis im Fokus.

Zum "Treffpunkt Werkzeugbau" bei Tebis konnten Ralf Dürrwächter, Geschäftsführer des Verbands Deutscher Werkzeug- und Formenbauer VDWF (r.), und Tebis-Vorstandsmitglied Jens Lüdtke zahlreiche Interessenten begrüßen.(Bild:  Maschinenmarkt)
Zum "Treffpunkt Werkzeugbau" bei Tebis konnten Ralf Dürrwächter, Geschäftsführer des Verbands Deutscher Werkzeug- und Formenbauer VDWF (r.), und Tebis-Vorstandsmitglied Jens Lüdtke zahlreiche Interessenten begrüßen.
(Bild: Maschinenmarkt)

Zahlreiche Interessenten aus der Branche der Werkzeug-, Modell- und Formenbauer sowie der Kunststoffverarbeiter waren der Einladung zum Treffpunkt Werkzeugbau beim CAD/CAM-Systemanbieter Tebis in Martinsried bei München gefolgt. Ralf Dürrwächter, Geschäftsführer des Verbands Deutscher Werkzeug- und Formenbauer VDWF, und Tebis-Vorstandsmitglied Jens Lüdtke hatte ein Programm aus interessanten Beiträgen unter anderem mit Keynote-Speaker und Handballweltmeister Dominik Klein zusammengestellt. Ziel des Treffpunkts Werkzeugbau war aber auch, sich im Netzwerk auszutauschen und Kontakte aufzufrischen.

Gelegenheiten zum Austausch

Ralf Dürrwächter eröffnete mit aktuellen Informationen über die verschiedenen Aktivitäten in der Branche das Programm. Neben den Messen EMO und K prägen zahlreiche sehr spezifische Veranstaltungen das Jahr wie der Stanzertreff, die Reihe „Treffpunkt Werkzeugbau“ oder die „Voll wild“-Geschäftsführertreffs. All diese Termine bieten die Gelegenheit, sich auszutauschen und gleichzeitig die Branche zu stärken.

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Tebis-Strategievorstand (CSO – Chief Strategy Officer) Jens Lüdtke stellte das für sein ausgefeiltes CAD/CAM-System, das MES Proleis und den Beratungsdienstleister Tebis Consulting bekannte Systemhaus vor. Darüber hinaus gab er aus seiner Erfahrung tiefe Einblicke in die Situation der Branche, benannte Herausforderungen und zeigte Lösungsansätze.

Unternehmenslenker mit persönlicher Botschaft

Die Unternehmen der Branche stehen vor gewaltigen Herausforderungen.Passend dazu verwies Überraschungsgast Christen J. Merkle, Unternehmenslenker des Zylinderherstellers AHP Merkle in Gottenheim bei Freiburg, in seinem Vortrag „Was mich bewegt“ aus seiner Perspektive als Unternehmer auf die derzeitige Gemengelage aus weltpolitischen Einflüssen, Wirtschaftsfaktoren, der verzagte Stimmungslage in vielen Führungsetagen und vieles mehr. Und er forderte auf, wieder zu mehr optimistischem Tatendrang im Sinne eines sportlichen „jetzt erst recht“ zurückzufinden. Seine Erkenntnis nach vielen Entscheidungen: Selten hat man zuviel Mut.

Veranstaltungsreihe

Wissensvermittlung und Netzwerken

Treffpunkt Werkzeugbau

Die Veranstaltungsreihe, die zu unterschiedlichen gastgebenden Unternehmen in Deutschland, Österreich und die Schweiz einlädt, soll den Zusammenhalt der Unternehmen im deutschen Sprachraum und darüber hinaus stärken, wertvolles Know-how vermitteln und zudem die Sichtbarkeit der Branche deutlich erhöhen. Link hier

Daran knüpfte nahtlos Handball-Weltmeister Dominik Klein an – einer der Höhepunkte der Veranstaltung war seine auf zwei „Halbzeiten“ aufgeteilte Keynote. Der Spitzensportler, der heute zudem auch ein beliebter TV-Experte ist, kann auf eine an Höhepunkten reiche Karriere zurückblicken: Der Linksaußen holte unter anderem mit der deutschen Handballnationalmannschaft bei der Heim-WM 2007 in Deutschland sensationell die Goldmedaille.

Siege in Serie fast selbstverständlich

Zudem gewann Dominik Klein mit dem THW Kiel alle relevanten deutschen Titel: Achtmal Deutscher Meister (unter anderem mit 68:0 Punkten ohne Niederlage) sechsmal den DHB-Pokal und dreimal die Champions-League. Heute ist der Wahl-Münchner Geschäftsführer des Bayerischen Handball-Verbands und tritt als gefragter Sport-Speaker vor Mitarbeitern und Kunden in Unternehmen auf.

Der Weltstar und Spitzensportler sieht nicht nur die zahllosen Titel als Meilensteine, die ihn prägten, sondern mehr noch die Menschen in seinem Umfeld und die Erfahrungen etwa mit Erfolg und Misserfolg, mit Verletzungspech und dem Kampf auf dem Weg zurück an die Spitze.

Aufstehen und stärker zurückkommen

Sehr eindringlich zeigte der Star etwa, wie es ihm gelang, sich nach einer verletzungsbedingten langen Zwangspause ins Spielgeschehen seines Vereins zurückzukämpfen - und stärker zurückzukommen als zuvor. Auf beeindruckende Weise zog er Parallelen zwischen Spitzensport und Unternehmertum, zeigte, wie verblüffend ähnlich die Mechanismen im Sport und in der Unternehmensführung wirken, und was man voneinander lernen kann. Darüber hinaus nahm sich der Weltstar sehr viel Zeit, um alle Selfie- und Autogrammwünsche zu erfüllen.

Branche

Verband Deutscher Werkzeug- und Formenbauer VDWF

Eine Stimme für die Möglichmacher der Industrie

Das Hauptanliegen des VDWF ist die Stärkung des deutschen Werkzeug- und Formenbaus. Hauptsächlich kleine und mittelständische Unternehmen werden seit der Gründung des Verbands 1992 tatkräftig unterstützt und für gemeinsame künftige Aufgaben gestärkt. Dafür bündelt und vertritt der VDWF die Interessen seiner Mitgliedsunternehmen. Sie erhalten kompetente Beratung und praktische Unterstützung. Neben den operativen Aufgaben wird die Arbeit des Verbands von strategischen Zielen bestimmt, die gemeinsam von den Mitgliedern getragen werden. So arbeitet der VDWF kontinuierlich an einer positiven öffentlichen Sichtbarkeit der Branche. Außerdem schafft er Veranstaltungsformate, die Mitgliedern nicht nur dabei helfen, organisatorisch und technologisch die "Nase vorn" zu haben, sondern auch den Austausch innerhalb des Verbandsnetzwerks fördern. . Link hier

Darüber hinaus stand der Austausch zwischen den Teilnehmern im Fokus. An den Ständen der kleinen begleitenden Ausstellung wurde zudem über oft sehr konkrete Projekte diskutiert. Ein Betriebsrundgang mit tiefen Einblicken in das Systemhaus Tebis rundete den Treffpunkt Werkzeugbau in Martinsried ab.

Sponsoren halten die Teilnehmer kostenfrei

Eine offene Atmosphäre förderte den Gedankenaustausch - die Teilnehmer bekamen wertvolle Impulse für die strategische Ausrichtung ihres Unternehmens, aber auch für die täglichen Herausforderungen des Arbeitsalltags. Die Teilnahme war für die Besucher dank zahlreicher Sponsoren kostenfrei - neben Tebis waren das unter anderem die Unternehmen AHP Merkle, Evomecs, Röders, Tecnorm, Alfred Konrad Veith, die Zecha Hartmetall-Werkzeugfabrikation Marktspiegel Werkzeugbau, die Messen Euroguss und Moulding Expo sowie Form + Werkzeug.

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