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Thyssenkrupp codiert Coils mit Systemen von Bluhm Stempelmaschine war gestern

Thyssenkrupp produziert in Bochum riesige Rollen aus feuerverzinktem Bandstahl. Jahrzehntelang wurden diese Coils mit einem Stempel geprägt. Heute kennzeichnen hier Inkjet-Drucker von Bluhm Systeme.

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Die Kennzeichnung setzt sich aus Coilnummer, Herstelldatum, Meterangabe und TKSE-Beschriftung zusammen.
Die Kennzeichnung setzt sich aus Coilnummer, Herstelldatum, Meterangabe und TKSE-Beschriftung zusammen.
(Bild: www.creativ-picture.de)

Bei Thyssenkrupp Steel Europe (TKSE) in Bochum werden riesige Rollen aus feuerverzinktem Bandstahl produziert. Diese sogenannten „Coils“ dienen als Rohstoff für die Herstellung von Produkten wie Autotüren, Waschmaschinenverkleidungen oder Spülbecken. Jahrzehntelang wurde jeder laufende Meter dieser Stahlbänder mit einem Prägestempel gekennzeichnet. Aus Gründen der Qualitätssicherung musste dieses Verfahren, das nur eine statische Kennzeichnung erlaubte, jedoch modernisiert werden: Daher kennzeichnet Thyssenkrupp seinen Bandstahl heute mit „intelligenten“ Linx Continuous-Inkjet-Drucksystemen aus dem Hause Bluhm Systeme.

Als größter Stahlhersteller Deutschlands schreibt sich Thyssenkrupp Steel Europe auf die Fahnen, mit seinen technologischen Entwicklungen die Geschichte des Stahls mitzugestalten. Die Herstellung hochqualitativer Bandstähle und deren Veredelung hat bei TKSE Tradition. Immerhin datiert man die Gründung des Thyssen-Konzerns auf das Jahr 1891, als der erste Abstich in einem Stahlwerk in der Nähe von Duisburg erfolgte. Heute erfolgt unter anderem auch in Bochum das Verzinken der Stahlbänder, die dann als Grundlage für die Herstellung unterschiedlichster Produkte dienen.

Qualitätskennzeichnung für Qualitätsstahl

Der vorbeirasende Bandstahl wird in einer Geschwindigkeit von bis zu 260 Metern pro Minute codiert.
Der vorbeirasende Bandstahl wird in einer Geschwindigkeit von bis zu 260 Metern pro Minute codiert.
(Bild: www.creativ-picture.de)

Nach dem Verzinken muss jeder laufende Meter des Bandstahls gemäß den Vorgaben des Qualitätsmanagements gekennzeichnet werden. Daher befindet sich im Auslauf der fast 300 Meter langen Verzinkungsanlage eine verfahrbare Traverse, an der zwei Continuous-Inkjet-Druckköpfe befestigt sind. Der vorbeirasende Bandstahl kann so in einer Geschwindigkeit von bis zu 260 Metern pro Minute codiert werden. Die Kennzeichnung setzt sich aus der Coilnummer, dem Herstelldatum, der genauen Meterangabe sowie einer TKSE-Beschriftung zusammen. Die Druckköpfe sind an zwei Druckersysteme angeschlossen, die an die TKSE-Datenbanken angebunden wurden.

Um die Produktkennzeichnung weitestgehend zu automatisieren, haben die Ingenieure von Bluhm Systeme eine weiterentwickelte Version der Software „Bluhmware“ entwickelt. Von einem Rechner aus können mit Hilfe dieser Software alle für die Codierung benötigten Informationen direkt vom Prozessleitsystem der TKSE abgerufen und an die Drucker übermittelt werden. Gleichzeitig lässt sich hier überprüfen, ob der richtige Drucker die richtige Kennzeichnung auch wirklich korrekt auf das richtige Produkt aufbringt.

Noch während der laufenden Produktion können Mitarbeiter die Informationen für die Folgeaufträge über die Bluhmware eingeben und speichern. Sobald die Schneideeinrichtung das Stahlband eines fertig aufgewickelten Coils abtrennt, lädt das System automatisch die neuen Druckdaten. Gleichzeitig stellt sich der Meterzähler, der in der Lage ist, verschiedene produktionstechnische Parameter einzukalkulieren, wieder auf Null. Neben des zu berücksichtigen Abstandes zwischen Schneideeinrichtung und Coil wird die Metermarkierung automatisch über die Bluhmware reguliert, falls das Stahlband zu Testzwecken kurzzeitig rückwärts laufen muss oder verschiedene Teilstücke für Qualitätstests und zur Bemusterung herausgetrennt werden. Zur Not kann die Eingabe der Metermarkierung zusätzlich manuell erfolgen.

Daten und Druckposition

Aber nicht nur das: Weiterhin berücksichtigt die Bluhmware die sogenannte Stempelvorschrift der TKSE. Hier wird genau definiert, wo die Kennzeichnung auf dem Stahlband aufgebracht sein muss. Um die individuellen Druckpositionen anfahren zu können, sitzen die Druckköpfe auf Verfahr-Traversen.

Die Linx-Geräte sind alle für einen problemlosen Druck relevanten Parameter wie Temperatur, Viskosität und Füllstand der Tinte selbständig regulieren bekannt. Gehen Tinte oder Solvent zur Neige, warnen die Drucker so rechtzeitig, dass noch mindestens die komplette nächste Schicht mit den im Tank befindlichen Verbrauchsmaterialien gearbeitet werden kann. Die entsprechenden Meldungen werden nicht nur im Druckerdisplay anzeigt, sondern zusätzlich über eine Alarmleuchte.

Pflegeleichtes Drucksystem

Die robuste Bauart der Druckköpfe ohne offen liegende Kabel, Schläuche oder Schrauben macht das System darüber hinaus nicht nur staub- und stoßunempfindlich, sondern hält gleichzeitig den Reinigungsaufwand äußerst gering. Genau wie die Stahlproduktion bei TKSE, so laufen auch die Linx-Drucker rund um die Uhr. Lediglich einmal im Jahr müssen die Druckerfilter gewechselt werden, was auch hier rechtzeitig mit einem deutlichen Hinweis angezeigt wird. Damit nicht plötzlich die gesamte Produktion stillstehen muss, läuft das Drucksystem aber so lange weiter, bis Zeit für die Wartung zur Verfügung steht.

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