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Oberflächenveredelung

The Coatinc Company ist ältestes Familienunternehmen Deutschlands

| Autor/ Redakteur: Katharina Juschkat / Katharina Juschkat

Die Wurzeln reichen über 500 Jahre in die Vergangenheit - nach umfangreichen Recherchearbeiten gilt The Coatinc Company als ältestes Familienunternehmen Deutschlands.

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Ein historischer Kupferstich zeigt das Werk der Siegener Verzinkerei Actiengesellschaft in Geisweid, Siegen im Jahre 1909. Im Hintergrund ist die Einmauerung des Verzinkungskessels dargestellt.
Ein historischer Kupferstich zeigt das Werk der Siegener Verzinkerei Actiengesellschaft in Geisweid, Siegen im Jahre 1909. Im Hintergrund ist die Einmauerung des Verzinkungskessels dargestellt.
( Bild: The Coating Company )

Die Wurzeln des Oberflächenveredler The Coatinc Company (TCC) reichen über 500 Jahre zurück, wie das Unternehmen nach eigenen umfangreichen Recherchen feststellte. Damit wurde es von der Stiftung Familienunternehmen als das älteste Familienunternehmen Deutschlands gelistet.

Ursprung im Jahr 1502

„Die Beschäftigung mit den eigenen Wurzeln hat bei uns Tradition“, erläutert Paul Niederstein, geschäftsführender Gesellschafter der TCC. 2017 bewog ihn ein Buchprojekt seines Vaters Klaus Niederstein, tiefer in die eigene Historie einzusteigen. Zudem beauftragte Niederstein 2018 einen Historiker, der weitere Nachforschungen anstellte. Ein Blick ins Deutsche Geschlechterbuch zeigte: The Coatinc Company schaut auf eine jahrhundertelange Tätigkeit in der Stahlbranche zurück.

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Die Geschichte begann im Jahr 1502, als Niedersteins Vorfahre und Stahlschmiede-Meister Heylmann Dresseler einen Feuerschilling zahlte, um die örtliche Feuerstelle zu nutzen. Zu dieser Zeit genoss der Beruf des Schmieds höchstes Ansehen, da Eisen und Stahl für alle Werkzeuge des täglichen Gebrauchs benötigt wurden. Sieben Generationen später besaß der erfolgreiche Eisenhändler Johannes Dresler bereits Anteile an mehreren Eisenhütten und die Familie gewann von Generation zu Generation an Einfluss.

Stahlindustrie wurde bedeutender Wirtschaftszweig

Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Stahlindustrie zu einem bedeutsamen Wirtschaftszweig. Johann Heinrich Dresler II., geboren 1745 in Sieghütte, investierte stark in die Eisen- und Stahlverarbeitung. Er beteiligte sich früh am Wachstum der jungen Branche und trieb damit auch die Industrialisierung der Region voran: Neben Anteilen am Sieghütter Hammer hatte er das fürstliche Monopol für die Produktion von Kleineisen- und Stahlfabrikaten inne und veränderte mit modernen Webstühlen die damals im Siegerland stark ausgeprägte Textilwirtschaft.

1945 wurde Werner Niederstein zum alleinigen Vorstand der Siegener Actiengesellschaft und – nach dem Zweiten Weltkrieg – durch die Besatzer ebenfalls zum IHK-Präsidenten ernannt. Er baute das Geschäft zunehmend aus. Mit seinem Sohn Klaus Niederstein begann dann später die Internationalisierung des Unternehmens.

Heute leitet Paul Niederstein als Sprecher der Geschäftsführung und Mehrheitsgesellschafter The Coatinc Company, die ihren Stammsitz nach wie vor in Siegen haben. Zur Gruppe gehören heute 32 Standorte und mehr als 2.200 Mitarbeiter.

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