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Stahl Thyssenkrupp Steel: SPD fordert Staatsbeteiligung

Redakteur: Katharina Juschkat

Thyssenkrupp Steel schreibt tiefrote Zahlen und sucht nach Investoren. Jetzt will die NRW-SPD über eine mögliche Staatsbeteiligung am Konzern abstimmen.

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Das Stahlgeschäft von Thyssenkrupp läuft schlecht – eine Staatsbeteiligung könnte helfen.
Das Stahlgeschäft von Thyssenkrupp läuft schlecht – eine Staatsbeteiligung könnte helfen.
(Bild: thyssenkrupp AG)

Um die angeschlagene Stahlsparte von Thyssenkrupp zu unterstützen, fordert die NRW-SPD eine Staatsbeteiligung von mindestens 25 Prozent. Dazu wird am morgigen Freitag im Landtag über einen Antrag der SPD abgestimmt.

Die Stahlsparte von Thyssenkrupp ist schon länger stark angeschlagen, auch der Verkauf der Aufzugsparte im letzten Jahr konnte den Konzern nicht lange stabilisieren. Die Coronakrise verschlechterte die wirtschaftliche Situation von Thyssenkrupp wieder enorm. Aktuell ist das Unternehmen auf der Suche nach Investoren für die Stahlsparte. Allerdings warnt die IG Metall vor einem Verkauf: Interesse hat unter anderem der britische Liberty-Konzern angemeldet – bei erfolgreichem Verkauf könnte eine Zerschlagung der Sparte drohen und zahlreiche Arbeitsplätze verloren gehen, so die Gewerkschaft.

Das ist auch der Hintergrund des SPD-Antrags: Mit der Beteiligung soll der Ausverkauf an fragwürdige Investoren verhindert werden, so die Begründung der SPD.

Auch die IG Metall spricht sich für eine Staatsbeteiligung aus. Bisher lehnten die zuständigen Minister eine Beteiligung ab – vor knapp vier Wochen erst sprach NRW-Ministerpräsident Armin Laschet bei einer Kundgebung der IG Metall, dass eine staatliche Beteiligung derzeit nicht auf der Tagesordnung stünde.