Rohre/Hohlprofile V & M Deutschland richtet Walzwerk Mülheim neu aus
Die Geschäftsführung der V & M Deutschland GmbH hat der Arbeitnehmervertretung ein Konzept vorgestellt, das die Wettbewerbsfähigkeit des Werkes Mülheim langfristig sichern soll. Der Plan sieht bis zum Jahr 2012 eine Optimierung von Produktion, Personalbedarf und Kosten sowie umfangreiche Investitionen in die Produktion vor, wie das Unternehmen mitteilt.
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V & M Deutschland muss sich in einem neuen Umfeld mit einer ständig steigenden Anzahl an Billigwettbewerbern behaupten, in dem die Exportmärkte verstärkt nach Deckung des lokalen Bedarfs durch lokale Produktion verlangen, heißt es zur Begründung. Vor diesem Hintergrund sei es erforderlich gewesen, die Strategie zu überarbeiten, um auch langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben und die Standorte und Arbeitsplätze in Europa zu sichern.
V & M Deutschland investiert 30 Mio. Euro in Walzwerk-Modernisierung
Zukünftig soll sich die Fertigung am Standort Mülheim auf Ölfeld- und Leitungsrohre sowie Hohlprofile und Mechanicals konzentrieren. Für die Optimierung der Produktion und um Kundenwünschen besser nachzukommen, sind Investitionen von bis zu 30 Mio. Euro vorgesehen. „Mit diesen Investitionen werden wir in Mülheim eines der modernsten und wettbewerbsfähigsten Walzwerke der Welt haben“, sagt Norbert Keusen, Vorsitzender der Geschäftsführung von V & M Deutschland.
Im Rahmen der Neuausrichtung soll die Stammbelegschaft in den kommenden drei Jahren um rund 300 Arbeitsplätze reduziert werden. Dies wird allerdings ohne Entlassungen erreicht werden, teilt V & M Deutschland mit, weil es in diesem Zeitraum eine höhere Fluktuation aufgrund von Pensionierungen, Frühpensionierungen und natürlichen Abgängen geben werde. Zudem will das Unternehmen den Einsatz von Mitarbeitern an anderen Standorten sowie ein Altersteilzeitkonzept anbieten.
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