Ergonomie

Vibrationswert als Hilfe gegen kritische Hand-Arm-Belastungen

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Markenhersteller nennen den neuen Vibrationswert

Viele Hersteller wie Atlas Copco, Hilti, Bosch, Makita, Milwaukee oder Fein haben daher die Vibrationswerte ihrer Werkzeuge neu gemessen und geben seit 2010 in allen Verkaufsunterlagen jeweils den dreidimensionalen Vibrationswert an. Dass die Unterlagen die neuen Werte enthalten, kann man als Käufer daran erkennen, dass der Unsicherheitsfaktor K mit angegeben ist.

Wer sich zwecks Kaufs eines handgehaltenen Elektro- oder Druckluftwerkzeugs im Internet umschaut, merkt jedoch schnell, dass sich die neue Vorschrift noch nicht bei allen Herstellern und Händlern herumgesprochen hat. Teilweise wird in Produktinformationen noch der eindimensionale Wert angegeben, teilweise fehlt jegliche Angabe zu Schwingungswerten. „Die Markenhersteller sind da recht engagiert“, bestätigt Dr. Hecker.

Importeure und Händler geben Vibrationswerte oft noch nicht korrekt an

Allerdings seien die dreidimensionale Messung sowie die Tatsache, dass Verkaufsprospekte, Kataloge und Internetverzeichnisse jeweils die gleichen Angaben zu den Vibrationsemissionen enthalten müssen wie die Produktdokumentationen, bei vielen Herstellern noch nicht angekommen – und bei Anwendern noch zu wenig bekannt. Dies zeigten die Erfahrungen der Aufsichtspersonen in Unternehmen wie auch die Beratungen zuständiger staatlicher und berufsgenossenschaftlicher Gremien.

Vor allem bei Importeuren und Händlern, die ebenfalls die Vibrationswerte angeben müssen, könne man sich bisher nicht darauf verlassen, dass diese Pflicht eingehalten werde. Obwohl die Marktüberwachung mehr Gewicht erhalte, sei eine umfassende Kontrolle kaum möglich, sagt Hecker und empfiehlt: „Als Anwender sollte man vor dem Kauf beim Hersteller oder Händler nachfragen, wie die Werte zustande kommen. Hersteller, die im eigenen Labor normgerecht messen, können dazu ohne Weiteres Rede und Antwort stehen.“

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