gesponsertAdvanced Manufacturing Von der Idee zur Realität in der Blechbearbeitung

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Die Blechbearbeitung steht vor großen Herausforderungen. Um ihre Wirtschaftlichkeit zu bewahren, müssen Unternehmen effizienter und flexibler werden. Advanced Manufacturing ist der Schlüssel, um diesen Weg zu gehen und ist auf dem Weg dazu, industrielle Realität zu werden.

(Quelle:  KI-generiert)
(Quelle: KI-generiert)

Die Konzepte rund um Digitalisierung, Automatisierung und intelligente Fertigungssysteme prägen den Diskurs der Blechbearbeitung seit mehreren Jahren. Technologien wie maschinelles Lernen zur Prozessüberwachung, fahrerlose Transportsysteme (FTS) für den automatisierten Materialfluss oder cloudbasierte Manufacturing Execution Systems (MES) haben in isolierten Pilotprojekten ihre grundsätzliche Leistungsfähigkeit längst bewiesen. Ob in der automatisierten Rüstzeitoptimierung an der Abkantpresse oder der sensorgestützten Qualitätskontrolle beim Laserschneiden – die technologischen Bausteine sind vorhanden.

Aktuell lässt sich jedoch eine spannende Entwicklung im Markt beobachten. Fertigungsbetriebe, Lohnfertiger und OEMs bewegen sich zunehmend aus der Phase der innovationsgetriebenen Erprobung heraus. Das Ziel ist nicht mehr das Machbarkeitskonzept in einem abgeschlossenen Testumfeld, sondern die flächendeckende, skalierbare Implementierung von Advanced Manufacturing in den regulären Mehrschichtbetrieb. Dieser Übergang vom isolierten Leuchtturmprojekt zur vernetzten industriellen Realität bringt jedoch spezifische Herausforderungen mit sich. Sie beeinflussen sowohl die strategischen Investitionsprioritäten der Anwender als auch die Entwicklungszyklen und Lösungsarchitekturen der Technologieanbieter maßgeblich.

Schnittstellen, Datenfluss und Brownfield-Konzepte

Der Weg zur intelligenten Fabrik scheitert in der betrieblichen Praxis selten an der Leistungsfähigkeit oder Taktung einer einzelnen Maschine. Moderne Laserschneidanlagen, Abkantpressen oder Stanz-Laser-Kombimaschinen arbeiten heute hochgradig effizient und stoßen an physikalische Grenzen der Bearbeitungsgeschwindigkeit. Die eigentliche Komplexität – und der größte Hebel für Effizienzsteigerungen – entsteht an den Nahtstellen der Produktion: bei der Intralogistik, der Teilesortierung, dem Materialhandling und vor allem im übergreifenden Datenaustausch.

Wenn Unternehmen Advanced-Manufacturing-Technologien in ihre bestehenden Umgebungen integrieren, stehen sie – besonders im europäischen Raum – meist vor historisch gewachsenen, heterogenen Maschinenparks, sogenannten Brownfield-Szenarien. Anlagen unterschiedlicher Hersteller, Baujahre und Steuerungsgenerationen stehen nebeneinander. Die zentrale Herausforderung für Produktionsverantwortliche besteht nun darin, einen durchgängigen Informations- und Materialfluss über diesen fragmentierten Maschinenpark hinweg zu etablieren.

Drei Aspekte kristallisieren sich in diesem Transformationsprozess als primäre Hürden heraus:

  • IT/OT-Konvergenz: Die nahtlose Verbindung der Informationstechnologie (Produktionsplanung, ERP, MES) mit der Operational Technology (Maschinensteuerung, Sensorik, Aktorik auf dem Shopfloor) erfordert durchgängige und robuste Kommunikationsstandards. Daten dürfen nicht mehr nur erfasst und in lokalen Silos gespeichert werden. Sie müssen kontextualisiert und in Echtzeit an die richtigen Schnittstellen übergeben werden, um beispielsweise eine adaptive Produktionsplanung zu ermöglichen, die auf Maschinenausfälle oder kurzfristige Materialengpässe autonom reagiert.
  • Interoperabilität und offene Standards: Eine fehlende Standardisierung bei maschinellen Schnittstellen erschwert die Vernetzung erheblich und führt häufig zu teurem Integrationsaufwand (Vendor Lock-in). Die Branche fordert daher zunehmend offene Kommunikationsstandards wie OPC UA oder umati. Nur wenn Automatisierungslösungen, Industrierobotik, fahrerlose Transportsysteme und Werkzeugmaschinen unterschiedlicher Hersteller eine gemeinsame "Sprache" sprechen, lässt sich ein reibungsloser, übergreifender Materialfluss realisieren.
  • Qualifikation, Prozesswissen und Usability: Mit der zunehmenden Vernetzung und Komplexität der Systeme verändern sich die Anforderungen an die Belegschaft drastisch. Der klassische Maschinenbediener entwickelt sich zum Prozessmanager, der ganze Fertigungszellen überwacht. Entsprechend müssen Bedienkonzepte (HMI) und Software-Oberflächen intuitiver werden. Gleichzeitig muss das technische Management ein weitaus tieferes Verständnis für Netzwerkarchitekturen, Datensicherheit und Analytics aufbauen.

Verschiebung der Investitionsprioritäten

Diese spezifischen Integrationsherausforderungen verändern das Investitionsverhalten in der blechbearbeitenden Industrie spürbar. Wurden in der Vergangenheit Budgets oft primär nach Kriterien wie Schnittgeschwindigkeit, Laserleistung oder Presskraft vergeben, werden Investitionsentscheidungen heute ganzheitlicher getroffen. Im Fokus stehen Aspekte der Systemkompatibilität, der Total Cost of Ownership (TCO) und vor allem des rasch messbaren Return on Investment (ROI) im Gesamtprozess.

Anstatt in isolierte Einzeltechnologien zu investieren, suchen Produktionsverantwortliche nach skalierbaren Lösungsansätzen nach dem Prinzip „Start small, scale fastׅ“. Modulare Automatisierungssysteme, die beispielsweise mit einer simplen Be- und Entladeeinheit beginnen und später um komplexe Sortierrobotik und Turmlager erweitert werden können, gewinnen enorm an Bedeutung.

Ebenso rücken übergreifende Softwarelösungen in den Fokus. Anwender suchen nach Plattformen, die bestehende Datensilos aufbrechen, Transparenz über den CO₂-Fußabdruck der Produktion schaffen und eine zentrale Steuerung der gesamten Wertschöpfungskette ermöglichen. Für Maschinenbauer, Systemintegratoren und Softwareentwickler bedeutet dies einen Paradigmenwechsel: Sie müssen in Vertrieb und Engineering nicht mehr nur die bloße technische Spezifikation ihres Produkts belegen, sondern vor allem dessen reibungslose Integrationsfähigkeit in die reale, oft unperfekte Produktionsumgebung des Kunden nachweisen.

Orientierung in einem komplexen Marktumfeld

In einem sich derart dynamisch wandelnden Markt ist die Identifikation der richtigen Technologien und zukunftsfähiger Partner eine strategische Herausforderung von höchster Tragweite. Fehlentscheidungen in inkompatible Softwaresysteme oder unflexible Automatisierungslösungen sind kostenintensiv und können die Wettbewerbsfähigkeit auf Jahre hinaus einschränken. Datenblätter, Hochglanzbroschüren und virtuelle Präsentationen stoßen schnell an ihre Grenzen, wenn es darum geht, die physische und digitale Integration von Maschinenbau, Automatisierungstechnik und Software seriös zu evaluieren.

Fach- und Führungskräfte benötigen daher Plattformen, die einen direkten, herstellerübergreifenden Abgleich von Technologien im realen Kontext ermöglichen. Nur der physische Diskurs am konkreten Objekt, der detaillierte Austausch über Schnittstellenarchitekturen zwischen Anwendern und Entwicklern sowie die Diskussion realer Anwendungsfälle bieten die notwendige Entscheidungssicherheit für derart komplexe, strategische Investitionen.

Zukunft gemeinsam gestalten

Als internationaler Treffpunkt der Branche reflektiert die EuroBLECH diese Entwicklung hin zur anwendungsorientierten Integration. Die 28. Internationale Technologiemesse für Blechbearbeitung (20. bis 23. Oktober 2026, Hannover) adressiert den Informationsbedarf von Lohnfertigern und OEMs gezielt, indem sie fortschrittliche Fertigungstechnologien in den Mittelpunkt rückt.

Um der steigenden Nachfrage nach Automatisierung, Digitalisierung und intelligenten Produktionssystemen gerecht zu werden, führt die EuroBLECH 2026 ein neues Format ein: Die Innovation Zone | Advanced Manufacturing.

Praxisnahe Einblicke in der Innovation Zone

Die in Halle 15 positionierte Innovation Zone ist als fokussierte Entdeckungsumgebung konzipiert. Sie hilft Fachbesuchern praxisnah Technologien in den Bereichen Maschinenbau, smarte Fertigung, Werkzeuginnovationen und digitale Lösungen zu identifizieren. Sie können dort Ansätze vergleichen und sich vor Ort entscheiden, in welche Themen sie tiefer eintauchen möchten. Um die Relevanz für Investitionsentscheidungen zu sichern, gelten strikte Kriterien: Präsentiert werden ausschließlich Technologien, die eine aktuelle Neuentwicklung darstellen und im Zeitraum zwischen November 2025 und Oktober 2026 auf den Markt gebracht wurden.

Für Lohnfertiger, Produktionsleiter und technische Direktoren dient die Zone als strukturierter Einstiegspunkt in die Messe. Das Format ist darauf ausgelegt, die Informationsbeschaffung so effizient wie möglich zu gestalten:

  • Spezialisierte Präsentationsformate: Die Zone nutzt standardisierte „Showcase Podiums“ für die physische Präsentation von Komponenten, Werkzeugen oder Mock-ups sowie großformatige „Discovery Panels“ für die visuelle und technische Erklärung komplexer Software- oder Systemarchitekturen.
  • Nahtlose digitale Erfassung: Jede Präsentation ist mit einem COLLEQT QR-Code ausgestattet. Besucher können darüber unmittelbar technische Spezifikationen, Anwendungsleitfäden oder Zertifikate digital abrufen. Dieser Mechanismus ermöglicht es Besuchenden, relevante Lösungen zu speichern und den Messebesuch effizient zu strukturieren, während ausstellende Technologieanbieter zielgerichtete Kontakte generieren.
  • Geführte Fachexkursionen: Als Teil des Besuchererlebnisses enden spezifische Guided Tours direkt in der Innovation Zone. Dies bringt fokussierte Fachgruppen gezielt mit den Anbietern neuester Advanced-Manufacturing-Technologien zusammen und fördert den direkten technischen Diskurs. Die Guided Tours werden in den Themenbereichen Smart Manufacturing, ressourceneffiziente Produktion sowie zu Marktchancen in den Bereichen Elektronik, Klimatechnik, Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung angeboten. Die Teilnahme an den Guided Tours ist kostenpflichtig und kann im Ticket-Shop der EuroBLECH gebucht werden.

Nach der Erstinformation und Evaluierung in der Innovation Zone sind Besucher eingeladen, ihren Weg zu den regulären Messeständen der jeweiligen Aussteller fortzusetzen, um dort tiefergehende Fachgespräche zu führen und Live-Demonstrationen zu begutachten.

In kürze

Der Übergang von theoretischen Konzepten zu praxistauglichen Advanced-Manufacturing-Lösungen ist in der Blechbearbeitung in vollem Gange. Die erfolgreiche Umsetzung erfordert jedoch ein tiefes Verständnis für Systemintegration, Datenkontinuität und standardisierte Schnittstellen. In dieser entscheidenden Phase der industriellen Transformation sind fundierte Entscheidungen unerlässlich. Hersteller und Anwender müssen enger denn je zusammenarbeiten, um technologische Potenziale in messbare wirtschaftliche Vorteile zu übersetzen.

Erkunden Sie die Innovation Zone | Advanced Manufacturing auf der EuroBLECH 2026, um fundierte Einblicke in die aktuellen technologischen Entwicklungen und Branchentrends zu erhalten. Nutzen Sie die Gelegenheit, um gezielt Lösungen für Ihre Produktionsherausforderungen zu identifizieren.

Entdecken Sie vom 20. bis 23. Oktober 2026 in Hannover, wie Advanced Manufacturing die Zukunft der Blechbearbeitung praktisch und skalierbar gestaltet. Weitere Informationen zur Teilnahme und Fachbesucherplanung finden Sie unter www.euroblech.com.

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