Lagertechnik

Warenausgangsleistung mit automatisiertem Hochregallager fast verdoppelt

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Auslagerung erfolgt nach First-in-First-out-Prinzip

Die Fahrer der entsprechenden Lkw melden sich beim Eintreffen in Baruth und nennen ihre Auftragsnummer. Im Hochregallager stößt das LVS unterdessen die Auslagerung nach dem First-in-First-out(FiFo)-Prinzip an. Durch Einbindung der Auftragsnummer werden dabei Produkt-, Produktions- und Lagerdaten mit den Auftragsdaten verknüpft.

Das Lagerverwaltungssystem sucht im Bestand der Hochregallager die Palette mit der angeforderten Ware und erteilt die Auslagerungsaufträge an die Regalbediengeräte. Pro Lkw werden bis zu 33 Europaletten mit je zwei Düsseldorfer Paletten zusammengestellt, ausgelagert und an die rund 350 m lange Elektrohängebahn übergeben.

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Die Übergabe der Europaletten an die stationäre Fördertechnik erfolgt an speziellen Übergabepunkten in einem Zwischengebäude. Dort werden die Düsseldorfer Paletten von den Europaletten automatisch getrennt. Während die Europaletten im Anschluss eine Qualitätsprüfung durchlaufen und dann wieder der Produktion zugeführt werden, übergibt die Trennstation die Düsseldorfer Paletten erneut an die Elektrohängebahn.

Elektrohängebahn verteilt Paletten in Richtung Verladetore

Im weiteren Rundlauf verteilt die Elektrohängebahn die Düsseldorfer Paletten dann auf insgesamt 46 Schwerkraftrollenbahnen, die neun Verladetoren zugeordnet sind. Die Übergabe der Paletten auf die Schwerkraftrollenbahnen erfolgt sequenziell nach Entladezyklen und Shop-Layout der Empfänger.

Parallel dazu werden die Lkw-Fahrer benachrichtigt. Über einen Pager bekommen sie die Tornummer für die Verladung ihres Auftrags zugewiesen. In einer nächsten Ausbaustufe ist dafür eine Übermittlung per SMS geplant. An jedem der neun Tore enden vier Versandbahnen mit einem Fassungsvermögen von jeweils bis zu 17 Europaletten beziehungsweise 34 Düsseldorfer Paletten.

Je zwei Versandbahnen puffern das Ladevolumen eines Auftrags beziehungsweise Lkws. Die beiden anderen Bahnen eines Tores können parallel bereits für weitere Auftragsbereitstellungen genutzt werden. Insgesamt bietet die Auslagerfördertechnik der Anlage einen zusätzlichen Puffer für etwa 120 Euro-Paletten; im Warenausgangsbereich können überdies weitere 1600 Düsseldorfer Paletten gepuffert werden.

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