Die größten Automobilhersteller der Welt haben, wie die dpa meldet, gemeinsam betrachtet einen herben Gewinneinbruch im ersten Halbjahr 2025 hinnehmen müssen.
Der weltweite Automobilbau kämpft mit horrenden Gewinneinbrüchen, wenn man das erste Halbjahr 2025 betrachtet. Eine Analyse von EY kommt zu dem Ergebnis, dass alles in allem im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast die Hälfte des Gewinns weggebrochen ist ...
(Bild: F. Gedere)
Wie aus einer Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY hervorgeht, halbierte sich fast der operative Gewinn (Ebit) der 19 größten Autobauer der Welt – minus 49,2 Prozent sind zu beklagen. Von Januar bis Juni lag die „Ernte“ demnach bei 42,8 Milliarden Euro (nach 84,3 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum). Der Umsatz stagnierte aber in Summe. Angesichts einbrechender Gewinne steckt die etablierte westliche Autoindustrie in einer tiefen und strukturellen Krise, wie der EY-Autoexperte Constantin Gall kommentiert. Denn Elektroautos verkauften sich deutlich schwächer als angenommen und auf wichtigen Absatzmärkten herrsche ein ruinöser Preiswettbewerb. „Die Probleme in China werden dadurch noch verstärkt, dass die Asiaten sich verstärkt nationalen Automarken zuwendet", führt Gall weiter aus. Zusätzlich sorgten hohe Transformations- und Restrukturierungskosten, Rückrufe und Lieferkettenstörungen für Probleme. Die Schwächephase der globalen Autoindustrie werde demnach vorerst anhalten.
Autokonzerne sollten sich von ihren Altlasten befreien
Das jedenfalls prognostizierte Gall mit Blick auf die Zukunft. Der Sturm, der den Gegenwind vor sich her peitscht, wird folglich nicht so schnell abflauen. Der Experte begründete diese Einschätzung unter anderem mit einer weiterhin schwachen Konjunktur. Auch würden sich die geopolitische Situation und die Zollpolitik absehbar nicht zum Positiven entwickeln. „Für viele Hersteller steht das komplette Geschäftsmodell auf dem Spiel. Bei einigen Herstellern wird sich mittelfristig deshalb die Existenzfrage stellen müssen“, befürchtet der EY-Experte. Umso wichtiger sei es, dass die Autokonzerne harte Entscheidungen träfen. Die guten alten Zeiten kommen laut Gall auch nicht wieder! Die Branche hat sich nämlich fundamental verändert. Und die Automobilindustrie muss sich dem wirtschaftlich anzupassen versuchen. Die Autokonzerne müssten sich von Altlasten trennen, mahnt Gall. Das viel zu große Portfolio sollte verkleinern werden, damit sie sich auf das Wesentliche fokussieren könnten – auf klar definierte Kundensegmente und auf ein abgegrenztes, aber konkurrenzfähiges Modellangebot. Denn Größe ist nach Ansicht von Gall nicht alles. Größe kann sich, wie man heute sieht, nämlich auch in einen Bremsklotz verwandeln, wenn es darum geht, sich an neue Gegebenheiten anzupassen.
Best Practices für den Mittelstand
Was bedeutet die Transformation in der Automobilindustrie für die Zulieferer?
Die Automobilindustrie steckt mitten in ihrer wohl größten Transformation: Elektromobilität, neue Wettbewerber aus China und eine verschärfte Finanzsituation. In seiner Keynote gibt Dr. Jürgen Simon von Berylls by AlixPartners einen Überblick über die Entwicklung der globalen Automobilindustrie und ihrer größten Zulieferer. Wie sehen die zentralen Transformationsfelder aus und was können Unternehmen nun tun? Erhalten sie exklusive Einblicke am 15. Oktober beim Industrial Benchmark Summit in Würzburg.
Wer in Europa Autos bauen will, muss mehr tun als das ...
Was den Preiskampf in China angeht, so ist es so, dass statt in nachhaltiges Wachstum und Technologien zu investieren, bei vielen chinesischen Herstellern die Mittel in absurde Rabatte fließen. Der chinesische Automarkt ist überhitzt und es konkurrieren etwa 100 Autohersteller um Marktanteile, wie der VW-China-Chef Ralf Brandstätter das dortige Geschehen kommentiert. VW habe laut Brandstätter schon lang entschieden, dabei nicht mitzumachen. Allerdings strebe man auch weiterhin eine wichtige Rolle auf dem umkämpften Markt an. „Auch wenn die Zeiten der Super-Renditen vorbei sind und nicht zurückkommen werden, wollen in China weiter gutes Geld verdienen“, so der VW-Manager. In puncto dessen, wie sehr Europa von chinesischen Batteriezellen abhängig sei, sehe Brandstätter für die Autoindustrie Handlungsbedarf. So brauche es jetzt einen übergreifenden industriepolitischen Ansatz, der auch die Absicherung der Rohstoffversorgung mit aufnehme. Was Chinesen angeht, die in Europa Autos bauen wollen, so lautet seine Meinung: „Wer in Europa produzieren will – etwa um Zölle zu vermeiden – muss hier auch einen relevanten Anteil der Wertschöpfungskette für seine Produkte aufbauen und für den Wettbewerb öffnen!“ Dazu gehöre auch die Produktion von Batteriezellen. Brandstätter abschließend: „Nur Autos zusammenschrauben reicht nicht. Denn wenn wir in China ein Werk eröffnen wollen, müssen wir ähnliche Auflagen erfüllen, weil wir sonst keine Lizenz bekommen.“
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.