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Laserintegration Wenn es in der Maschine funkt: Anlagen mit integriertem Laser

| Autor / Redakteur: Nikolaus Fecht / Rüdiger Kroh

Neuerdings funkt es in manchen Werkzeugmaschinen: Die Ursache sind jedoch nicht etwa Kurzschlüsse, sondern integrierte Lasersysteme. Mit solchen Kombinationsmaschinen lassen sich verschiedene Fertigungsschritte in einer Aufspannung durchführen. Das erhöht die Genauigkeit und verkürzt die Bearbeitungszeit.

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Energieeffizientes Fügen: Die Kosten beim Schweißen eines Synchronrades auf ein Zahnrad ließen sich mit dem Faserlaser in der Schweißmaschine halbieren.
Energieeffizientes Fügen: Die Kosten beim Schweißen eines Synchronrades auf ein Zahnrad ließen sich mit dem Faserlaser in der Schweißmaschine halbieren.
(Bild: Emag)

Es lebe die Vielfalt: das maßgeschneiderte Auto, die Losgröße 1. Gefragt sind deshalb tendenziell die sehr flexiblen hybriden Produktionssysteme. Eine interessante Spielart davon ist die Kombination von konventionellen Werkzeugmaschinen mit Lasertechnik.

Laser zeigt sich vor allem beim Schneiden als sehr flexibel

Zu den Pionieren dieser Kombis der besonderen Art zählt die Trumpf GmbH + Co. KG in Ditzingen, die bereits 1979 die erste Stanz-Laser-Maschine auf den Markt brachte. Seither haben die Schwaben diese Hybridtechnik ständig weiterentwickelt.

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„Der Laser ist ein sehr flexibles Werkzeug. Das zeigt sich insbesondere beim Laserschneiden“, betont Dr.-Ing. Mathias Kammüller, der geschäftsführende Gesellschafter und Vorsitzende des Geschäftsbereichs Werkzeugmaschinen. „Im Gegensatz zu einer Stanzmaschine kann eine Lasermaschine jede beliebige Kontur schneiden. Aber nicht nur dort nützt uns der Laser. Entlang der gesamten Prozesskette Blech bietet Trumpf Lösungen, die von der Lasertechnik profitieren.“

Stanz-Laser-Maschine Trumatic 6000 soll neue Maßstäbe setzen

Gesteigerte Prozesssicherheit, hohe Teilequalität und minimierte Nebenzeiten zeichnen laut Trumpf die neue Stanz-Laser-Maschine aus: die Trumatic 6000 – sie soll dank zahlreicher innovativer Funktionen neue Maßstäbe setzen. Die Prozesssicherheit verbessert sich zum Beispiel durch das Smart Punch Monitoring: Diese Funktion prüft, ob ein Loch gestanzt wurde, und erkennt so frühzeitig einen möglichen Stempelbruch.

Auch Assistenzsysteme sorgen für höhere Prozesssicherheit. Ein Sensor überwacht, ob ein fertiges Teil durch die Teileklappe fällt. Wenn es hängen bleiben sollte, wird es abgeschüttelt: durch Vibration der Teileklappe, Klopfen des Laserniederhalters und Absenken der Matrize.

Prozesssicherheit überzeugt Anwender der neuen Stanz-Laser-Maschine

Seit Sommer 2012 arbeitet die Jörg Oberschmidt GmbH + Co. KG aus Westerkappeln mit dem hybriden Neuling. „Besonders hat mich die Prozesssicherheit beeindruckt“, sagt Betriebsleiter Michael Grave. „Ich bin schon seit 25 Jahren in diesem Geschäft, aber eine solche Zuverlässigkeit habe ich bei einer Kombimaschine noch nicht erlebt.“ Das Familienunternehmen verarbeitet mit 40 Mitarbeitern pro Jahr 5000 t Blech zu hochwertigen Bauteilen und setzt auf kratzerfreie Oberflächen und saubere Kanten. Die neue Kombimaschine aus Ditzingen erhielt daher eine absenkbare Matrize, mit der sich das Blech auf der Maschine ohne Matrizenkontakt positionieren lässt. So entstehen keine Kratzer auf der Blechunterseite.

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