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Euroblech 2014 Zeitsparendes Messgerät für Schnittkanten

Redakteur: Jürgen Schreier

Ein einfach zu bedienendes Messgerät für Schnittkanten sowie eine neuartige Längsteilschere sind die Messe-Highlights bei Burghardt + Schmidt.

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Mit dem mobilen Schnittgrat-Messgerät EP 300 lässt sich der Schnittgrat über eine Länge von 250 mm mit 1 µm Genauigkeit berührungslos messen.
Mit dem mobilen Schnittgrat-Messgerät EP 300 lässt sich der Schnittgrat über eine Länge von 250 mm mit 1 µm Genauigkeit berührungslos messen.
(Bild: Burghardt + Schmidt)

Zur einfacheren Beurteilung der Schnittkanten an Blechen hat das Unternehmen ein mobiles Schnittgrat-Messgerät namens EP 300 entwickelt, das ohne Probenpräparation berührungslos innerhalb weniger Minuten den Schnittgrat vermessen und Oberflächenprofile sowie 3D-Darstellungen erzeugen kann, wie es heißt. Die unkomplizierte Technik arbeite auf einer Genauigkeit von 1 µm und erlaube eine frühzeitige Fehlererkennung noch vor Produktionsstart.

Reflektierte Lichtspektren offenbaren die Feinstruktur

Bislang mussten Schnittproben an stationären mechanischen Prüfgeräten oder im Elektronenrastermikroskop untersucht werden, so der Anbieter, wobei die Ergebnisse oft durch mechanischen Druck verfälscht wurden und eine aufwendige Vorbereitung der Probe, einschließlich des Eingießens in Harz, erforderlich war. Die Anlage steht dabei meist still oder produziert vielleicht Ausschuss.

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Um das zu verhindern, sei das neue Messgerät so konzipiert, dass es mobil an jeder Stelle der Produktion eingesetzt werden könne und innerhalb von Minuten Ergebnisse liefere. Grundlage dafür ist das berührungslose Lateral-Chromatic-Imaging-Verfahren, bei dem aus der Reflexion speziell erzeugter Lichtspektren von der Bandoberfläche die Feinstruktur der Probe ermittelt wird, erklären die Experten. Dazu bewerte das System die dominante Wellenlänge, die proportional zu den Höhenunterschieden sei, wodurch der quadratische und der arithmetische Mittelwert, der Höchstwert sowie der minimale und maximale Messwert festgestellt werden könnten.

Daraus erstellt die Spezialsoftware des zugehörigen Laptops sowohl ein Oberflächenprofil des Schnittgrats als auch dessen Verlauf während der Messung sowie eine 3D-Ansicht der Oberfläche. Die auf diese Weise gewonnenen Daten werden auch zentral gespeichert und lassen sich über gängige Schnittstellen in Netzwerke übertragen.

Probleme noch vor Start der Produktion erkennen

Geprüft werden können Proben mit Dicken von 100 µm bis 4 mm. Darüber hinaus liefert das EP 300 nicht nur punktuelle Werte, sondern kann Proben bis 250 mm in einem Durchlauf untersuchen. Die Messzeit beträgt bei dieser Länge und 500 Messprofilen 5 s – trotz der hohen Auflösung von 2,2 µm × 10 µm und einer Genauigkeit von 1 µm.

So lassen sich Grat und Randkrümmung und andere Fehler einfach und zeitnah noch vor der Produktion bestimmen. Da die Proben nicht besonders aufbereitet werden müssen, es reicht, die Testschnitte nur kurz in das Gerät zu legen und abzuscannen, reduzieren sich Stillstandszeiten und Kosten.

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