Kette gerissen! Die bayerische Fahrrad-Grupp ist insolvent

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Zwar nimmt die Zahl der Radfahrer in Deutschland stetig zu, aber das hat der Fahrrad-Gruppe, unter der die Marken Winora, Ghost und Haibike vereint sind, vorerst nicht viel genützt ...

Wieder ist eine Insolvenz zu beklagen. Denn die sogenannte Fahrrad-Gruppe, die in Bayern agiert und unter anderem die Traditionsmarke Winora anbietet, hat zunächst aufgegeben. Die Gruppe gehört im Übrigen zur Accell Group, die international ins Trudeln geraten ist ...(Bild:  Winora)
Wieder ist eine Insolvenz zu beklagen. Denn die sogenannte Fahrrad-Gruppe, die in Bayern agiert und unter anderem die Traditionsmarke Winora anbietet, hat zunächst aufgegeben. Die Gruppe gehört im Übrigen zur Accell Group, die international ins Trudeln geraten ist ...
(Bild: Winora)

Die Fahrrad-Gruppe, die an den Standorten Sennfeld bei Schweinfurt und in Waldsassen zu finden ist, meldet Insolvenz an, was das Amtsgericht Schweinfurt auch schon bestätigt hat. Das Insolvenzverfahren wird demnach in Eigenverantwortung vollzogen, was die deutsche Holding der niederländischen Accel-Gruppe sowie deren Tochtergesellschaft Winora Staiger GmbH, Ghost Bikes GmbH und Engelbert Wiener Bike-Parts GmbH betrifft. Die Betroffenen Standorte beschäftigen laut Accell in Sennfeld und Waldsassen rund 370 Mitarbeiter und erzielten 2025 einen Umsatz von 340 Millionen Euro. Der Geschäftsbetrieb soll aber fortgeführt werden. Löhne und Gehälter seien über das Insolvenzgeld zunächst gesichert. Mit dem Verfahren in Eigenverwaltung hat die bestehende Geschäftsführung die Möglichkeit, den Sanierungsprozess in Abstimmung mit den Gläubigern selbst zu steuern. Der deutsche Fahrradmarkt sei ein solide Grundlage für eine Sanierung

Die Accell Group hat international Schwierigkeiten

Nun sei es das Ziel, möglichst schnell einen Investoren zu finden und die deutschen Unternehmen aus dem Geflecht der niederländischen Gruppe herauszulösen. Winora hat bekanntlich ein lange Tradition, denn das Unternehmen wurde bereits 1914 von dem Radrennfahrer Engelbert Wiener gegründet worden. Und Accell Germany ist derzeit Teil der in den Niederlanden ansässigen und in vielen Ländern Europas agierenden Accell Group, die mehrheitlich dem US-Finanzinvestor KKR gehört. Die Fahrrad-Gruppe steckt aber international in Schwierigkeiten und macht dafür ein Abflauen des Verkaufsbooms bei Fahrrädern verantwortlich, der im Zuge der Corona-Pandemie seinen Höhepunkt erreicht und dann überschritten habe. Der Versuch eines strukturierten Verkaufsprozesses für die gesamte Accell Group sei zum Monatswechsel endgültig gescheitert. Deshalb habe die Accell Group weltweit in zahlreichen Ländern in und außerhalb der EU Insolvenzanträge gestellt – darunter die Niederlande, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Belgien, Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden und Ungarn.

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