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Iscar

Als Werkzeugpartner die Kosten reduzieren

| Redakteur: Rüdiger Kroh

Nach einem Umsatzplus von 10 % im vergangenen Jahr will Iscar mit Werkzeugen und Dienstleistungen zur intelligenten Zerspanung weiter wachsen. Unter diesem Motto sollen bei den Kunden die Produktionskosten gesenkt werden.

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„Wir sind weltweit die Nummer 2 im Markt für Zerspanungswerkzeuge”, sagte Jacob Harpaz, CEO von Iscar.
„Wir sind weltweit die Nummer 2 im Markt für Zerspanungswerkzeuge”, sagte Jacob Harpaz, CEO von Iscar.
( Bild: Kroh )

Mit einem Wachstum von 10 % hat die IMC Group (International Metalworking Companies) im Jahr 2013 beim Umsatz die 3-Mrd.-Dollar-Grenze überschritten. „Damit sind wir weltweit die Nummer 2 im Markt für Zerspanungswerkzeuge”, betonte Jacob Harpaz, Präsident der IMC Group und CEO von Iscar, dem größten Unternehmen der Gruppe, zu der insgesamt 15 Firmen gehören. Rund 40 % des Umsatzes erzielt Iscar mit Produkten, die jünger sind als fünf Jahre. „Wir investieren jährlich 5 bis 6 % des Umsatzes in Forschung und Entwicklung”, so Harpaz, „und diese fortlaufenden Aktivitäten sind der Treiber für unser Wachstum.”

Bearbeitungszeit beim Kunden steigern

Als Ziel hat sich Iscar unter dem Motto „Machining intelligently” auf die Fahne geschrieben, seinen Kunden eine Non-Stop-24-h-Zerspanung zu ermöglichen. „Wir wollen die Maschinen-Stillstandszeit und die Rüstzeit minimieren”, erklärte Harpaz. Er rechnete vor, dass nur die Hälfte der Produktionsdauer tatsächlich das Bauteil bearbeitet würde. 25 % entfielen aber auf den Werkzeug- und 10 % auf den Werkstückwechsel. „Um die Bearbeitungszeit zu steigern ,bieten wir den Kunden über die Werkzeuge hinaus unser Know-how an und arbeiten auch mit Maschinenherstellern zusammen”, so der Iscar-Chef.

Denn am Ende gehe es um die Reduzierung der Kosten pro Bauteil. Und daran haben die Zerspanungswerkzeuge nur einen Anteil von 3 %. „Daher würde eine Preissenkung um 20 % die Produktionskosten nur um 0,6 % reduzieren”, konstatierte Harpaz. Auch eine Verdoppelung der Werkzeug-Standzeit wirke sich auf die Kosten nur mit 1,5 % aus. Den viel größeren Hebel biete die Produktivität mit erhöhter Schnittgeschwindigkeit und optimierten Prozessen. „Eine Produktivitätssteigerung um 20 % verringert die Kosten dagegen um 15 %”, hob Harpaz hervor. „Und diese Kosteneinsparung garantieren wir unseren Kunden auch vertraglich.”

Standort der deutschen Iscar-Tochter wird ausgebaut

Bei der Iscar Germany GmbH in Ettlingen erfolgt vor dem Hintergrund des ständig steigenden Bedarfs an kundenspezifischen Sonderwerk-zeugen nun ein massiver Ausbau. Dafür wurde in direkter Nachbarschaft des Firmensitzes für einen hohen einstelligen Millionenbetrag ein Grundstück mit 16.300 m2 Fläche gekauft. Darauf befinden sich Gebäude mit 4500 m2 an Produktions- und Lagerfläche sowie 2500 m2 Verwaltungsfläche. Die Gesamtinvestitionssumme nach Abschluss der umfangreichen Umbauaktivitäten soll deutlich über 15 Mio. Euro betragen.

Damit unterstreicht Iscar seine Ziele, die Produktion von Sonderwerkzeugen in Deutschland weiter voranzutreiben, um dem Bedarf auf dem deutschen Markt noch besser gerecht zu werden. Dazu Hans-Jürgen Büchner, Geschäftsführer der Iscar Germany GmbH: „Vor dem Hintergrund, dass allein der Bereich Sonderwerkzeuge innerhalb der vergangenen Jahre enorm zugelegt hat und im Einsatz multifunktionaler Werkzeuge noch sehr viel Produktivitätspotenzial schlummert, ist ein räumliches Wachstum für uns unabdingbar, um den Kundenanforderungen gerecht werden zu können. Auf Dauer wird diese Investition unsere nachhaltige Lieferfähigkeit gewährleisten und das Vertrauen unserer Kunden stärken.“

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