Cluster-Forum „Neue Werkstoffe“

Aluminium – aus dem Leichtbau nicht mehr wegzudenken

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Das größte nachhaltige Leichtbaupotenzial bietet Aluminium

In einem anderen Bereich kann Aluminium bereits sein Potenzial als nahezu unbegrenzt rezyklierbarer Werkstoff ausspielen. Da die Betrachtung der Nachhaltigkeitsaspekte der Mobilität über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeuges zunehmend wichtiger wird, ausgedrückt im sogenannten Life Cycle Assessment, sind die Verwendung von Sekundäraluminium und die hohe Leichtbaugüte dieses Werkstoffs von Vorteil. Selbst bei der Verwendung von Primäraluminium oder anderen energieaufwendig herzustellenden Materialien wie CFK kann eine Betrachtung des gesamten Lebenszyklus einen Nachhaltigkeitsbonus ergeben, da über die Nutzungsphase und die Wiederverwertung entsprechende Vorteile im Energieeinsatz pro Kilogramm Werkstoff, oder im CO2-Ausstoß pro Kilometer-Laufleistung zu erzielen sind.

Wie Stefan Kalke formulierte, ist die Bewertung der Konzepte zunehmend komplexer geworden, jedoch liegt das größte Potenzial für im ökologischen, ökonomischen und sozialen Sinne nachhaltige Lösungen noch immer bei den Werkstoffen und insbesondere beim Aluminium.

Im Rahmen des Cluster-Forums klang an einigen Stellen auch noch ein weiterer, aktueller Aspekt des Werkstoffeinsatzes in der Automobilindustrie an, nämlich die globale Verfügbarkeit von Materialien und Prozessen. Hier sind zuerst die Werkstoffhersteller gefragt, da die Automobilisten gerne an jedem ihrer Produktionsstandorte in gleichem Maße von Innovationen in der Aluminiumentwicklung profitieren möchten. Innovationen, wie beispielsweise Strangpressprofile mit erhöhten Festigkeitseigenschaften, müssen von Zulieferern an unterschiedlichen Standorten gleichermaßen in die Fertigung integriert werden können und die resultierenden Produkte müssen global zur Verfügung stehen.

Dänisches Alucluster und deutsches Cluster Neue Werkstoffe kooperieren

Internationale Netzwerke können helfen, durch Wissenstransfer und die Anbahnung von Kooperationen zwischen den mittelständisch geprägten Aluminiumverarbeitern Zugänge zu schaffen. Ein funktionierendes Beispiel hierfür ist die Kooperation zwischen dem dänischen Alucluster und dem deutschen Cluster Neue Werkstoffe.

Mit sechs Unternehmen waren die Gäste nach München angereist und beteiligten sich rege an den Diskussionen und Gesprächen. Erste Kooperationen bestehen bereits mit F. W. Broekelmann und der Universität Erlangen und auch laut Michael Needergard, Cluster Manager des Alucluster, war die Reise nach München ein voller Erfolg.

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