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Zerspanung im Werkzeugbau

Bearbeitungssysteme zerspanen für Luxusdesigner

| Redakteur: Peter Königsreuther

Beim Werkzeugbauer Seidel in Fronhausen bei Marburg entstehen hochwertige Teile zur Herstellung von Parfümdeckeln, aber auch für hochwertige Füller. Ein automatisierter Maschinenpark macht's möglich. Die Investition in eine 5-Achs-Fräsmaschine für die Hochgeschwindigkeitszerspanung stärkt nun die hauseigene Performance.

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Die „Mikron Mill S 400 U“ von GF Machining Solutions bearbeitet hier ein Tiefziehwerkzeug beim Marburger Werkzeugbauer Seidel. Dort entstehen mithilfe eines umfangreichen Maschinenparks zur Zerspanung etwa hoch präzise Aluminumkomponenten für die Herstellung von Luxusgütern im Premium-Kosmetik- und -Pflegebereich.
Die „Mikron Mill S 400 U“ von GF Machining Solutions bearbeitet hier ein Tiefziehwerkzeug beim Marburger Werkzeugbauer Seidel. Dort entstehen mithilfe eines umfangreichen Maschinenparks zur Zerspanung etwa hoch präzise Aluminumkomponenten für die Herstellung von Luxusgütern im Premium-Kosmetik- und -Pflegebereich.
( Bild: GF )

Das Unternehmen Seidel aus Marburg hat einen automatisierten Maschinenpark, der vor kurzem durch die hochpräzise 5-Achs-Hochgeschwindigkeits-Fräsmaschine „Mikron Mill S 400 U“ sowie die „Mikron VCE 1200 Pro“ von GF Machining Solutions in Kombination mit dem GF-System „3R WorkPal 1“ ergänzt wurde, wie es heißt.

Von der Idee zum kompletten Werkzeugsatz

Seit 1952 stellt Seidel höchst anspruchsvolle Aluminiumteile für die Kosmetikindustrie her. Mit großem Erfolg, denn heute findet sich das Who-is-Who der Branche, wie Chanel, Dior, Giorgio Armani und Hugo Boss, unter den Kunden, welche die aufwendigen Primärverpackungen ihrer Luxus-Kreationen in zum Teil zweistelligen Millionenbereich von Seidel fertigen lassen. Das Unternehmen gilt als Weltmarktführer im Bereich Aluminiumdesignprodukte. Seidel stellt dekorative Komponenten mit höchsten Ansprüchen an Oberflächenqualität und Präzision für die Kosmetikbranche, Schreibgeräteindustrie, den Pharmabereich und auch den Automobilsektor her, heißt es weiter.

„Unsere Kompetenz liegt darin, den Wunsch des Kunden in einen Werkzeugsatz umzusetzen“, erklärt Jürgen Pleyer, der Leiter der Werkzeugentwicklung bei Seidel. Denn die Designer denken sich ihre Kreationen nicht primär nach der Tiefziehbarkeit aus, wie Pleyer ergänzt. Darauf habe Seidel frühzeitig reagiert und sich internes Entwicklungs-Know-how aufgebaut. Die in der Luxuskosmetik oft sehr komplexen Geometrien, man denke nur an die raffiniert geformten Lippenstiftkappen oder Cremetiegel, stellen laut Pleydel eine besondere Herausforderung dar. „Sechs bis sieben, bis hin zu 15 Schritte braucht man da schon für das Tiefziehen“, betont der Experte. Nicht zuletzt muss sich auch der Aufwand rechnen: „Unsere Aufträge beginnen in der Regel bei 250.000 Teilen und haben nach oben hin keine Begrenzung. Wir erreichen auch schon mal die 10.000.000-Marke“, merkt Christian Maassen, Direktor Marketing bei Seidel, an.

Präzisionsanlagen für den produktiven Werkzeugbau

Bei Zykluszeiten deutlich unter einer Sekunde würden auch diese Stückzahlen oft nur von einem Werkzeugsatz gefertigt, weil schon eine einzelne Tiefzugpresse beachtliche Stückzahlen produziere und darum keine Parallelisierung notwendig sei. Im bei Seidel üblichen 24h-Betrieb entstehen so pro Tag über 100.000 Teile per Stufenpresse, heißt es. Für den effizienten Werkzeugbau bedeutet das, dass auch höhere Anforderungen an die Flexibilität zu stellen sind, denn die zu fertigenden Stempel und Hohlformen sind Einzelanfertigungen.

Um dem hohen Qualitätsanspruch gerecht zu werden, setze Seidel im hauseigenen Werkzeugbau seit Jahren auf die Kompetenz von GF Machining Solutions. So sind außer der neuen 5-Achs-Simultan-Highspeed-Fräsmaschine „Mikron Mill S 400 U“ und der Universalfräsmaschine „Mikron VCE 1200 Pro“ mit der Automation „Workpal 1“ von System 3R auch eine High-Performance-Fräsmaschine des Typs „Mikron HPM 600 U HD“ sowie eine hochgenaue, thermostabilisierte Drahterodiermaschine „Agiecharmilles CUT 300 mS“ und eine Senkerodiermaschine „Agiecharmilles Roboform 550“ im Einsatz.

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