Jahrhunderterfolg Chiron feiert 100 Jahre Geschäftserfolg

Redakteur: Peter Königsreuther

Die Chiron Group begeht das 100-Jahre-Jubiläum. Hier ein kleiner Auszug aus der Unternehmensgeschichte, die 1921 in Tuttlingen begann.

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Langzeiterfolg! Die Übergabe der 100-Jahre-Chiron-Festschrift an Toni Driesch (Mitte) und Stephan Hoberg (5. von rechts) durch Dr. Armin Schmiedeberg (6. von rechts), Vorsitzender des Verwaltungsrats der Chiron Group SE, ist erfolgt.
Langzeiterfolg! Die Übergabe der 100-Jahre-Chiron-Festschrift an Toni Driesch (Mitte) und Stephan Hoberg (5. von rechts) durch Dr. Armin Schmiedeberg (6. von rechts), Vorsitzender des Verwaltungsrats der Chiron Group SE, ist erfolgt.
(Bild: Chiron)

Bemerkenswert! Während die Lebenszeit für Unternehmen heute so kurz ist, wie nie zuvor, macht Chiron nun die 100 Jahre voll. „Während die Hälfte aller börsennotierten Unternehmen heute binnen eines Jahrzehnts verschwindet, gehört Chiron seit nunmehr drei Generationen zur Gruppe Hoberg & Driesch“, so die durchaus auch nachdenklich machende Einleitung von Dr. Armin Schmiedeberg, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Chiron Group SE.

Mutig sein und Möglichkeiten ausnutzen

In der Tat sei es die 1957 vollzogene Übernahme durch die damalige Hoberg & Driesch GmbH und die seitherige Zugehörigkeit zur Unternehmensgruppe, die Perspektiven auf lange Sicht eröffnet habe und die Entwicklung von Chiron in Richtung Maschinenbau gefördert hat.

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Der Mut, Neues zu wagen, sich nicht mit dem Erreichten zufriedenzugeben und stets die Nase vorn haben, fasst die Philosophie gut zusammen. Der erste Satz eines historischen Dokuments bringt es auf den Punkt: „Nur besonders Wagemutige stürzten sich in neue wirtschaftliche Abenteuer“. Als der Stuttgarter Kaufmann Otto Staebler und der Tuttlinger Fabrikant Gottfried Schnell 1921 ihre „Fabriken für feinmechanische Apparate und chirurgische Instrumente GmbH“ gründen, ist die Weltlage unsicher. Und doch beginnt in dem Moment, in dem sich der zum ersten Mal der Schlüssel im Türschloss des ersten Firmengebäudes Schützenstraße 18 in Tuttlingen dreht, eine wohl nicht erwartete Erfolgsgeschichte.

Was gebraucht wird, wird gemacht

In den Anfangsjahren sind das die neuen Möglichkeiten, die sich durch den Werkstoff Edelstahl für die Herstellung hochwertiger chirurgischer Instrumente ergeben. Stabil und präzise ist bis heute Synonym für Chiron-Qualität, heißt es dazu. Auch der Sinn für das Ausschöpfen der sehr begrenzten Produktionsmöglichkeiten, die nach dem Zweiten Weltkriegs und dem Verlust von 90 Prozent des Maschinenbestandes bleiben, half wieder auf die Beine. Chiron stellte deshalb zunächst alles her, was machbar war und Abnehmer fand – der Schwenk von der Medizintechnik zum Hersteller von Druckluftgeräten jeder Art war ein Effekt. Mit jedem neuen Produkt, mit jedem Jahr, kennen die Experten bei Chiron ihren Maschinenpark immer besser, optimieren die Produktionsanlagen für ihre Zwecke und bauen sukzessive Anwender-Know-how auf.

Der Vorsprung in Sekunden ist da

Peter Hoberg und Toni Driesch – zur Zeit der Übernahme Inhaber der Hoberg & Driesch GmbH in Düsseldorf – erkennen die vertiefte Kompetenz im Maschinenbau, die Chiron übrigens „nebenher“ aufgebaut habe. Sie geben den entscheidenden Impuls, das vorhandene Know-how auf den Bau von Maschinen zu transferieren. Über erste Vorschubeinheiten zum Bearbeiten von Metall führt der Weg zum Sondermaschinen für die spanende Fertigung. Es werden Revolverbohrmaschinen entwickelt und das erste Fertigungszentrum wird aus der Taufe gehoben – die FZ 32. Dann, 1982 kam es mit der FZ 16 zur Revolution im Werkzeugmaschinenbau. Der Auslöser war der sogenannte Korb-Werkzeugwechsler. Der Werkzeugwechsel klappte in einer Sekunde – der Wahlspruch „Vorsprung in Sekunden“ wurde gefunden.

Der Erfolg setzt sich stetig fort

Heute steht der Name Chiron für produktive CNC-Bearbeitungszentren und Turnkey-Anlagen. Seit Ende letzten ist Chiron laut eigener Aussage eine der vier starken Marken in der neuen, übergreifenden Unternehmensstruktur der Chiron Group SE. Die im letzten Jahr begonnene Neuausrichtung sei nun abgeschlossen. Jetzt geht die Gruppe mit dem CEO Carsten Liske neue Wege. Auf diesen wird das Innovationsprogramm konsequent fortgeführt und man investiert weiter in die Produktoffensive sowie in die Digitalisierung, um die, wie betont wird, wieder erfreulich hohe Auftragslage effizient bedienen zu können.

In Form einer aufwendig gestalteten 200 Seiten starken Chronik, die vom Gründungsjahr 1921 bis ins Jubiläumsjahr 2021 eine spannende Geschichte des wachsenden Erfolgs zeichnet und auch die Zukunft behandelt, hat man diese Erfolgsstory nun scharz auf weiß, in Wort und Bild.

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