Leicht Stanzautomation / Schnöring

Das läuft wie am Schnürchen – Bandabwicklung in der Stanzperipherie

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Die Kooperation von sieben mittelständischen Unternehmen aus dem Sauerland kann so ihr Produktportfolio gemeinsam anbieten. Ansprechpartner für den Kunden ist dann das Unternehmen, das das wertschöpfendste Teil beisteuert.

Stanzautomaten und deren Peripherie müssen aufeinander abgestimmt sein

In der Stanz-Biegeabteilung stehen etwa 60 Bihler-Maschinen. „Eine kleine Anekdote: Bei uns stand die allererste Bihler-Maschine, die es überhaupt gab“, erzählt Conrad. Die aktuellste Neuanschaffung ist eine Bimeric 4500. Auf diesem High-End-Fertigungssystem von Bihler startet in den nächsten Monaten die Fertigung einer Baugruppe für einen Kunden der Elektroindustrie. „Wir sind räumlich etwas begrenzt, deswegen haben wir uns bei der Anschaffung der Peripherie Gedanken gemacht. Wir haben uns für eine vertikale Variante von Leicht Stanzautomation entschieden, die nicht nur platzsparend ist, sondern die Wirtschaftlichkeit erhöht und die Stillstandszeiten durch Bandwechsel reduziert. Außerdem schont der Abwickler das Bandmaterial, da es kontinuierlich abgewickelt wird, statt von der Bimeric einfach eingezogen zu werden“, erläutert Conrad. Die Leicht Stanzautomation GmbH aus Bretten entwickelt und produziert weltweit periphere Anlagen für die Stanz- und Umformtechnik, Profilier- und Extrusionstechnik, Halbzeug-Fertigung sowie für die Spritzgieß- und Montagetechnik. „Umformautomaten können ihre Stärke nur dann ausspielen, wenn das Werkzeug sowie die Auf- und Abwicklung des Bandmaterials optimal aufeinander abgestimmt sind“, erklärt Wolfgang Rohe, in der technischen Beratung bei Leicht Stanzautomation tätig. Als Entwickler und Hersteller peripherer Anlagen ist Leicht Stanzautomation schon seit 2007 offizieller Partner von Bihler. Die bei Schnöring installierten Abwickler der Baureihe VH-1300 unterstützen die Bandzuführung zur Bimeric optimal. Es werden Geschwindigkeiten bis 30 m/min erreicht, der Bandabzug ist über einen Servoantrieb gesteuert. Der Abwickler ist für Einzelringe und auch gespultes Material geeignet. Über die von Bihler entwickelte VC-1-Schnittstelle kommuniziert die Peripherie mit der übergeordneten Bihler-Steuerung. Leicht Stanzautomation hat in Zusammenarbeit mit Bihler die VC-1-Anbindung optimal gelöst.

„Da wir dank der Haspeltechnik so viel Material auf den Abwickler packen können, haben wir auch eine lange Laufzeit“, erklärt Conrad die Vorteile des Systems. Außerdem ist auch ein Bandschweißgerät RSM-120 von Leicht Stanzautomation im Einsatz. Dadurch kann nochmal die Wirtschaftlichkeit erhöht und die Unterbrechungszeit reduziert werden. Das Verschweißen der Bandenden hat weitere Vorteile: Die Produktions- und Werkzeugsysteme sind teilweise hochkomplex und das wiederholte Anstanzen birgt gewisse Risiken, die zu Werkzeugschädigungen oder Brüchen führen können. Damit dies nicht geschieht, werden die Bandenden, die in der Anlage mit einem Schnitt versehen werden, automatisch zusammengeführt und miteinander verschweißt. Anschließend wird die Schweißnaht verpresst und geglättet, und das alles, ohne wesentliche Ausfallzeiten in der laufenden Fertigung zu erzeugen. Auf Rollen kann das Gerät einfach dorthin bewegt werden, wo es gerade gebraucht wird, und ist somit universell einsetzbar.

Die Leicht-Produkte im Hause Schnöring unterstützen den Maschinenbediener, eine visualisierte Bedienung erhöht die Anwenderfreundlichkeit. Rohe und Conrad sind sich einig, dass der Erfolg einer Maschine mit dem Bediener steht und fällt. „Wir brauchen dringender denn je Fachkräfte. Die Komplexität in der Prozesstechnik wird noch weiter zunehmen“, erklärt Conrad. Mit der kontinuierlichen Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter, einer perfekt abgestimmten Produktion und dem über Jahrzehnte angesammelten Wissen ist man im Sauerland darauf vorbereitet.

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