Millionen betroffen! Das steckt hinter den Rückrufen von Audi und Volkswagen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Der VW-Konzern ruft in Deutschland fast eine Million Autos vorsorglich in die Werkstätten. Weltweit sind es noch mehr. Hier erklären Julian Weber und Benedikt von Imhoff, was man dazu wissen sollte ...

Einige Millionen Fahrzeuge von Audi, Volkswagen und auch Seat werden jetzt weltweit in die Werkstatt beordert. Der Grund ist eine mangelhafte Schraube im Lenksystem. Betroffen sind etwa Audi-Modelle des Q3, die vom 31. Oktober 2017 bis 23. Mai 2024 gefertigt wurden ...(Bild:  Audi)
Einige Millionen Fahrzeuge von Audi, Volkswagen und auch Seat werden jetzt weltweit in die Werkstatt beordert. Der Grund ist eine mangelhafte Schraube im Lenksystem. Betroffen sind etwa Audi-Modelle des Q3, die vom 31. Oktober 2017 bis 23. Mai 2024 gefertigt wurden ...
(Bild: Audi)

Der Grund für die massive Rückrufaktion, die Modelle von Audi und Volkswagen betrifft, ist eine Schraube an der Lenkung, die unter bestimmten Bedingungen – etwa durch Streusalzangriffe – mit der Zeit korrodieren kann. Deshalb soll das Mängelprodukt gegen ein widerstandsfähigeres Modell getauscht werden. Schreite die Korrosion über die Jahre fort, könne in Einzelfällen die Befestigung der Lenkung und damit ihre Funktion derselben beeinträchtigt werden. Im schlimmsten Fall, so heißt es von den Herstellern, kann der Fahrer das Auto nicht mehr kontrollieren. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundessamtes (KBA) sind bisher aber keine Vorfälle mit Sach- oder Personenschäden bekannt, die auf dieses Problem zurückführbar sind.

Audi-,VW- und Seat-Modelle sind betroffen

Was Volkswagen betrifft, so sind den Angaben zufolge die Modelle Tiguan, Touran, Caddy, Golf Variant und Golf Sportsvan mit dem Produktionszeitraum September 2013 bis Juli 2024 mit der mangelhaften Schraube ausgestattet worden. Dem KBA zufolge handelt es sich weltweit um fast 2,16 Millionen Fahrzeuge – davon knapp 900.000 in Deutschland. Das Problem taucht beim Audi Q3 mit dem Produktionszeitraum 31. Oktober 2017 bis 23. Mai 2024 auf. Bei diesem Modell seien weltweit fast 700.000 Fahrzeuge potenziell betroffen, wovon gut 58.500 in Deutschland unterwegs sind. Einen Rückruf gibt es außerdem für die Seat-Modelle Ateca und Tarraco, die in der Zeit von April 2016 bis September 2024 vom Band rollten. Eine genaue Zahl konnte für die Seat-Modelle nicht genannt werden. Für andere Marken des VW-Konzerns wie etwa Skoda fanden sich in der KBA-Datenbank zunächst keine Informationen.

Beim Händler fragen, oder Brief abwarten

Einem Volkswagen-Sprecher zufolge können die Fahrzeuge derzeit weiter genutzt werden. In allen Fahrzeugen, die in die Werkstätten gerufen werden, ist zwar die problematische Schraube verbaut, doch die betroffenen Autos können mehr oder weniger von dem Problem betroffen sein. Also je nachdem, wie viel Streusalz sie im Laufe der Jahre beispielsweise ausgesetzt waren. Alle Betroffenen erhalten nach Angaben eines VW-Sprechers auch einen Brief mit allen wichtigen Infos – beispielsweise zum genauen Ablauf des Rückrufs und zum entsprechenden Ansprechpartner. Wer keinen derartigen Brief bekommt, ist demnach auch nicht betroffen. Im Zweifel kann man sich an seinen VW-Partner wenden. Dazu braucht man die Fahrzeug-Identifikationsnummer (FIN), die man in der Zulassungsbescheinigung findet. Die Rückrufcodes lauten 48VS für VW, 48LG für Audi und 48T7 für Seat. Der Austausch der Schraube ist laut OEM kostenfrei.

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