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Autodesk Der „Punkthaufen“ schafft mehr Planungssicherheit

| Autor/ Redakteur: Wolfgang Lynen / Stefanie Michel

Die beste 3D-Konstruktion nutzt nichts, wenn das Ergebnis nicht an den Ort passt, für den es bestimmt ist. Viele Fehler bei der Planung von Anlagen, Fabriken oder großen Bauteilen entstehen durch manuelles Maßnehmen. Mit 3D-Laserscannern lassen sich diese Risiken verringern.

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Bild 1: Mit Navisworks lassen sich 3D-Konstruktionsdaten und Laserscans verbinden und Kollisionsprüfungen durchführen.
Bild 1: Mit Navisworks lassen sich 3D-Konstruktionsdaten und Laserscans verbinden und Kollisionsprüfungen durchführen.
(Bild: Autodesk)

Dem deutschen Maschinenbau geht es sehr gut und in vielen Bereichen geben deutsche Unternehmen als Weltmarktführer den Ton an. Doch die Konkurrenz aus Fernost und Übersee schläft nicht. Viele Firmen setzen deshalb auf ihre Innovationskraft sowie Expertise und bieten speziell zugeschnittene Sonderlösungen für die jeweiligen Bedürfnisse der einzelnen Kunden an.

Fehler durch manuelles Messen können sehr kostspielig werden

Um hierbei optimale und perfekt passende Resultate in einem vertretbaren Zeit- und Kostenrahmen zu erzielen, sind 3D-Konstruktion und digitale Prototypen mittlerweile unverzichtbar geworden. Schon vor dem Bau eines ersten physischen Prototypen können am Computer die Eigenschaften eines Produkts simuliert und optimiert werden.

Bildergalerie

Doch selbst die beste Konstruktion einer Maschine oder eines Bauteils ist wertlos, wenn sie nicht in das Gebäude oder in die Strukturen passt, für die sie bestimmt ist. Fehlplanungen verursachen hohe Kosten, da beispielsweise für Anpassungen am Produkt oder am Gebäude gesorgt werden muss. Durch Verzögerungen im Gesamtprojekt tragen die Unternehmen dann nicht nur einen Imageschaden davon, sondern können unter Umständen auch von ihren Kunden dafür finanziell zur Verantwortung gezogen werden. Diese Komplikationen entstehen oft beim manuellen Maßnehmen der bestehenden Strukturen, für die ein Produkt oder eine Anlage bestimmt ist, beispielsweise durch falsche oder vergessene Maße. Auch kann es passieren, dass im Laufe des Planungsprozesses Abmessungen wichtig werden, die zunächst nicht relevant waren, etwa weil die Konstruktion gedreht wurde.

Digitales Laservermessen für realitätstreues Abbild

Eine Lösung für diese Probleme stellt das digitale Vermessen über Laser dar. Beim sogenannten terrestrischen 3D-Laserscanning werden, ausgehend von einem fixen Standort, Winkel und Entfernungen zum Messobjekt optisch abgetastet. Unzählige Datenpunkte ergeben so eine Punktwolke, die ein vollständiges, sehr präzises und objektiv gemessenes Abbild der Wirklichkeit repräsentiert – und dies im Vergleich mit einer manuellen Vermessung viel schneller.

Mehrmalige Scans von verschiedenen Standpunkten aus erfassen auch Strukturen, die bei einmaligem Abtasten verdeckt wären. Zusätzlich können noch weitere Oberflächeneigenschaften wie die Farbe gescannt werden (Bild 2 – siehe Bildergalerie). Zum Einsatz kommt das 3D-Laserscanning nicht nur im Architekturbereich wie bei der Vermessung oder Baudenkmalpflege, sondern auch im Maschinen- und Anlagenbau, beispielsweise zur Kollisionsprüfung.

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