Lage unsicher Deutscher Maschinen- und Anlagenbau unter Druck

Quelle: VDMA 4 min Lesedauer

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In den vergangenen Jahren hat Deutschland kontinuierlich an internationaler Wettbewerbsfähigkeit verloren, wie der VDMA sagt. Hier kommt ein Lagebericht nebst Prognose für dieses Jahr.

Nicht wirklich toll! „Die angespannte Auftragslage bleibt für viele Unternehmen das Kernproblem! Denn 34 Prozent der Maschinenbauer sehen die Situation mit Blick auf die nächsten sechs Monate als großes oder sehr großes Risiko“, so der VDMA-Volkswirt Dr. Ralph Wiechers. (Bild:  VDMA)
Nicht wirklich toll! „Die angespannte Auftragslage bleibt für viele Unternehmen das Kernproblem! Denn 34 Prozent der Maschinenbauer sehen die Situation mit Blick auf die nächsten sechs Monate als großes oder sehr großes Risiko“, so der VDMA-Volkswirt Dr. Ralph Wiechers.
(Bild: VDMA)

Von der nächsten Bundesregierung erwartet Deutschlands Maschinen- und Anlagenbau angesichts der Lage Maßnahmen, die die Wettbewerbsfähigkeit des industriellen Mittelstands erhöhen. Das kann man auch der aktuellen VDMA-Konjunkturerhebung entnehmen. Denn jedes dritte Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau (35 Prozent) bewertet seine aktuelle Lage als schlecht oder sehr schlecht. So lautet das zentrale Ergebnis der Umfrage, an der 1021 VDMA-Mitgliedsunternehmen im Januar teilnahmen. Immerhin jedes fünfte Unternehmen (22 Prozent) stuft die Lage als gut oder sehr gut ein. Ebenfalls etwa jedes fünfte befragte Maschinenbauunternehmen (22 Prozent) rechnet damit, dass sich die Lage im nächsten halben Jahr bessert. Doch die Zahl der Skeptiker ist nach wie vor hoch, denn mit 63 Prozent erwarten fast zwei Drittel eine sich kaum ändernde Situation.

Der Standort Deutschland braucht ein Upgrade

Im Vergleich zum letzten Erhebungszeitpunkt vor drei Monaten hat sich also die Stimmung in den Unternehmen quasi nicht verändert. Unter dem Strich bewerten dabei immer weniger die Lage als gut oder sehr gut. „Der Standort Deutschland steht enorm unter Druck. Überdies wird anderen Absatzregionen mehr Wachstum und damit Nachfrage nach Maschinenbauerzeugnissen zugetraut“, stellt der VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers fest. Der Verein fordert von der künftigen Bundesregierung deshalb schnelle und deutliche Reformen, um die Lage zu entspannen. „Wir brauchen Anreize für Investitionen und niedrigere Kosten am Standort Deutschland“, so Wiechers. Konkret fordert man einen international wettbewerbsfähigen Unternehmenssteuersatz von maximal 25 Prozent und einen ganz deutlichen Abbau von Bürokratie und Regulierung. Auch der Arbeitsmarkt müsse spürbar flexibilisiert werden und marktwirtschaftlichen Leitprinzipien folgen. „Es braucht ein echtes Upgrade unseres Standorts”, konstatiert der VDMA-Chefvolkswirt.

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Immerhin gibt es kleine Lichtblicke zu melden

Laut Umfrage gab es einzig bei den Geschäftsaussichten erste, – wenn auch kleine – Lichtblicke. Denn Anteil der Unternehmen, die eine abermalige Verschlechterung der Lage in den nächsten sechs Monaten erwarten, ist auf 15 Prozent zurückgegangen (im Oktober waren es noch 22 Prozent). Mit Ausnahme des Inlandsmarkts schauen die Umfrageteilnehmer dabei etwas positiver auf die Geschäftsentwicklung in wichtigen Märkten, was auch bezüglich den USA gilt. Dennoch, so Wiechers: „Nach einem für viele Maschinen- und Anlagenbauer eher mageren Jahr 2024 dürfte auch 2025 herausfordernd werden.“

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