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Prozess-Beherrschung wird Pflicht
Auf den Kundentagen zeigte SCA im Anschluss an den Impulsvortrag im hauseigenen Innovation-Center ganz praxisnah, mit welchen Mitteln Klebeprozesse heute abgesichert werden können. Dazu hatte das Unternehmen sechs Stationen mit Klebeapplikationen aufgebaut – für den manuellen ebenso wie für den automatischen Klebstoffauftrag. „Selbst manuelle Prozesse lassen sich mit vergleichsweise einfachen Mitteln sicherer machen“, betonte Oskar Sörensson, der bei SCA den Geschäftsbereich Allgemeine Industrie leitet. „Damit steigern unsere Kunden nicht nur die Qualität ihrer Produkte, sondern machen auch erste Schritte in Richtung der kommenden DIN-Forderungen.“
Hilfe beim manuellen Kleben
So zeigte SCA an der ersten Station, wie bei der manuellen Klebstoff-Applikation ein einfacher Handlingarm – in dem Fall ein SMC aus dem Mutterkonzern Atlas Copco – den Werker entlasten und den Prozess sicherer und effizienter machen kann: Mit einer eingespannten Klebepistole kann der Mitarbeiter zum Beispiel eine vorgegebene Klebestrecke sehr ergonomisch, komfortabel und schnell in einer Schablone abfahren. „Dadurch steigern wir die Qualität der Applikation und verringern den Materialverbrauch“, sagte Sörensson.
An der zweiten Station stellte SCA eine Klebstoff-Applikation mit „intelligenter“ Bedienerführung vor: Applikator und Düse sind an dem in drei Achsen beweglichen Handlingarm AX1 befestigt – einer ganz neuen Vorrichtung ebenfalls von Atlas Copco, die bei SCA als Prototyp im Einsatz war. Bei diesem Gesamtsystem wird das Auftragsmuster programmiert und ein Bereich festgelegt, in dem die Klebepistole arbeiten darf. Dabei stehen zwei Modi zur Verfügung. Ungeübte Werker sollten an einem festgelegten Startpunkt damit beginnen, den Klebstoff aufzutragen („Forced Mode“); fortgeschrittene Anwender dürfen an einer beliebigen Stelle des vorgegebenen Bereichs starten und können etwaige kleine Unregelmäßigkeiten direkt von Hand nacharbeiten („Free Mode“).
Die Besucher überzeugten sich davon, dass der Werker das Material ausschließlich in den zuvor programmierten Bereichen auftragen konnte. Bei Verlassen der vorgesehenen Führung wurde die Zufuhr des Klebstoffs unterbrochen. „So werden Fehler vermieden, und gleichzeitig können wir den Prozess dokumentieren“, erklärte SCA-Manager Oskar Sörensson. Mit der „dokumentierten Erfahrung“ komme der Anwender der von der DIN geforderten Nachweisführung entgegen.
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