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Kleinteile mittels Tischroboter kleben
Die nächste Stufe der Prozesssicherheit stellte ein als Konzept vorgestellter Tischroboter dar – eine Einstiegslösung für automatisierte Prozesse¬¬. Er eignet sich für kleinere Bauteile und kann mit allen Standardkomponenten von SCA ausgestattet werden. Der Tischroboter arbeitet präzise, schnell und effizient und lässt sich mit allen Auftragsarten von SCA kombinieren: von der einfachen Raupe bis hin zum E-Swirl-Verfahren. „Damit bieten wir erstmals alle Vorteile einer automatischen Lösung auf sehr geringer Fläche“, fasste Sörensson zusammen. Auch Applikationen mit Zweikomponenten-Klebstoffen seien möglich.
Applikations-Fehler sind das Hauptproblem
„Wenn die Klebung versagt, ist in 90 Prozent der Fälle nicht der Kleber schuld“, betonte Andreas Groß, „sondern die Applikationsart.“ Eine Null-Fehler-Produktion sei möglich, wenn der Prozess beherrscht werde. Die Klebung müsse reproduzierbar sein. Und die Qualitätssicherung sei beim Kleben absolut notwendig. Groß stellte anhand seines Sägeblatt-Beispiels dar, wie der Klebeprozess geplant und begleitet werden müsse. „Das Wichtigste ist das Gespräch zwischen allen Beteiligten, damit alles im Vorfeld bedacht wird und das Beste entsteht“, betonte Groß.
Bedacht werden müssten etwa die Materialeigenschaften der Bauteile, deren thermische und mechanische Belastung, die Auswahl des Klebers und der Raupenform oder auch die Vorbereitung der Oberflächen.
Um das Gespräch zwischen allen Beteiligten ging es auch bei SCA: „Wir zeigen heute einige konzeptionelle Ansätze für mögliche Lösungen, um Diskussionen anzuregen und zu erfahren, welche Bedürfnisse unsere Kunden haben“, betonte Oskar Sörensson. Am Beispiel der Oberflächenbehandlung, die für die Haftwirkung des Klebers eine große Rolle spielt, machte der SCA-Manager deutlich, was alles bei einer Klebung zu besprechen ist: „Um eine optimale Haftung zu erreichen, müssen zum Beispiel die richtigen Mengen an Reinigungs- und Aktivatorflüssigkeit auf das Bauteil gelangen.“ Im Innovation-Center wurde hierzu an einer Station die Oberflächenvorbehandlung mit Primer-Sprühauftrag demonstriert – und zwar hochpräzise und wiederholgenau. „Per manuellem Auftrag kann ein solches Ergebnis nicht erreicht werden“, stellte Sörensson klar. MM
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