Maschinenbauer im Aufwind DMG Mori legt beim Auftragseingang um 34 Prozent zu

Redakteur: Peter Königsreuther

Im ersten Quartal 2021 kann sich die DMG Mori Aktiengesellschaft nicht beschweren. Monetär betrachtet, bedeutet das Mehr in Sachen Aufträge im Vergleich zu 2020, um rund 149,6 Millionen Euro.

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Freude durch Aufwind im Maschinenbau! Die DMG-Mori-Vorstände Christian Thönes (rechts), Björn Biermann (Mitte) und Michael Horn meldeten im Vergleich zum letzten Jahr ein sattes Plus im ersten Quartal 2021.
Freude durch Aufwind im Maschinenbau! Die DMG-Mori-Vorstände Christian Thönes (rechts), Björn Biermann (Mitte) und Michael Horn meldeten im Vergleich zum letzten Jahr ein sattes Plus im ersten Quartal 2021.
(Bild: DMG Mori)

Der weltweite Werkzeugmaschinenmarkt zeigte im 1. Quartal 2021 Erholungstendenzen. Bei DMG Mori nahmen die Bestellungen in nahezu allen Branchen erfreulich zu. Mit 589,8 Millionen (+34 Prozent) kann sich DMG Mori jetzt über deutlich mehr Aufträge freuen, als im vergleichbaren Vorjahresquartal. Der Umsatz, informiert der Vorstand, erreichte in den ersten drei Monaten 421,6 Millionen Euro. Das EBIT betrug unter anhaltend schwierigen Bedingungen 11,8 Millionen Euro. Die EBIT-Marge lag bei 2,8 Prozent. Der Free Cashflow ist um satte 208 Prozent gestiegen, was sich in 39,6 Millionen Euro darstellt, wie es weiter heißt. Die Aufträge aus dem Inland erhöhten sich nach Unternehmensangaben auf 174,6 Millionen Euro (im Vorjahr 143,3 Millionen). Die Auslandsbestellungen erreichen ein Volumen von 415,2 Millionen Euro (Vorjahr: 296,9 Millionen). Den Auslandsanteil bei den Aufträgen gibt DMG Mori mit 70 Prozent an.

Zuversicht, trotz gewisser Unwägbarkeiten

Der Umsatz sei aber im Vergleich zu letztem Jahr um rund 8 Prozent weniger. Dieses Minus erkläre sich durch den geringeren Auftragsbestand zu Jahresbeginn sowie durch die anhaltenden Reiserestriktionen, die das Servicegeschäft weiterhin erschwerten. Zudem werde sich die Belebung beim Auftragseingang erst zeitversetzt im Umsatz widerspiegeln.

Das vorliegende Geschäftsjahr sei kein leichtes, betonten die Vorstandsmitglieder. Steigende Rohstoffpreise, längere Lieferzeiten und eine erschwerte Materialversorgung belasten das Geschäft.

DMG Mori ist dennoch zuversichtlich, und erwartet eine anhaltende Belebung der Nachfrage – vorausgesetzt es kommt zu keinen wesentlichen Auswirkungen durch die Corona-Mutationen. Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung im 1. Quartal heben wir die Prognose 2021 deutlich an: Der Auftragseingang soll nun rund 2 Milliarden Euro erreichen können. Beim EBIT gehe man derzeit von rund 60 Millionen Euro – das Doppelte als zunächst prognostiziert. Der Free Cashflow könnte bei rund 70 Millionen Euro ankommen (zuvor 20 Millionen).

Neue Geschäftmodelle und Expansion in China

Im Jahresverlauf richten wir uns mit weiteren Innovationen zukunftsstark aus. Ein Beispiel ist das neue Subscription-Geschäftsmodell: Was bei Filmen und Musik längst nicht mehr wegzudenken ist, forcieren wir auch im Maschinenbau. Mit Payzr – PAY with Zero Risk – und der neuen 3-Achs-Universal-Fräsmaschine M1 will man den Anwendern die Innovationszyklen beschleunigen und zugleich Investitionskosten vermeiden, indem man die M1 abonniert statt kauft.

Aufgrund der zunehmenden Bedeutung des Marktes China plant man, in Pinghu nahe Shanghai ein hochautomatisiertes und durchgängig digitalisiertes 35.000 Quadratmeter umfassendes Produktionswerk für 5-Achs-Maschinen zu errichten, das Ende 2022 eröffnet wird.

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