Sparsame Luftnummer Druckluftunterstütztes Laserschneiden spart Geld

Redakteur: Peter Königsreuther

Amada verlegt sich beim Laserschneiden jetzt auf den Druckluft- statt Stickstoff als Blasgas, weil das genauso produktiv ist und sogar günstiger.

Firmen zum Thema

Amada setzt verstärkt auf das Laserschneiden mit Druckluftunterstützung, wie heute bekannt wurde. Das soll die Betriebskosten deutlich drücken, heißt es.
Amada setzt verstärkt auf das Laserschneiden mit Druckluftunterstützung, wie heute bekannt wurde. Das soll die Betriebskosten deutlich drücken, heißt es.
(Bild: Amada)

Mit der Einführung von leistungsstärkeren Faserlasern (etwa des 4-Kilowatt-Lasers FOL-AJ) konzentrieren sich die Anwender mehr und mehr auf die Gesamtbetriebskosten, um wettbewerbsfähig zu bleiben, schickt Amada voraus. Die höheren Leistungen erlauben es auch, dickeren Baustahl mit Stickstoffunterstützung zu schneiden. Der Stickstoff treibt dabei das durch die Energie des Lasers geschmolzene Metall aus dem Schnittspalt. Die Kosten für Stickstoff sind aber vergleichsweise hoch, heißt es weiter.

Mehr Systemaufwand, der sich aber relativ bald lohnt

Vorteile kann aber das druckluftunterstützte Laserschneiden bieten, sagt Amada, obwohl es seit über 20 Jahren von Amada angeboten wird. Anwendern sollen die Vorteile der hohen Schnittgeschwindigkeiten wie bei Stickstoff (je nach Materialqualität und Umgebungsbedingungen) winken, aber bei deutlich niedrigeren Betriebskosten.

Amada führt weiter aus, dass beim Schneiden von Baustahl mit Sauerstoff häufig der durch Oxidation entstandene Zunder entfernt werden muss. Beim Schneiden mit Druckluft reduziert sich der Aufwand stark, kann unter Umständen sogar ganz entfallen.

Ein geeignetes Kompressor- und Trocknersystem ist jedoch erforderlich. Der damit verbundene Stromverbrauch ist beim Vergleich des Druckluftschneidens mit dem Stickstoffschneiden zu berücksichtigen, merkt Amada an. Betrachte man die Systemkosten jedoch über einen fünf Jahre währenden Zeitraum, soll die Amortisation nicht länger auf sich warten lassen, weil das System viel eingespart habe – selbst im 1-Schicht-Betrieb.

Neue Schneiddaten erleichtern den Einstiegserfolg

Nach umfangreichen europäischen Schneidversuchen habe Amada nun auch neue Schneiddaten für die Bearbeitung von Baustahl, Edelstahl und Aluminium mit Druckluft entwickelt, die es Anwendern ermöglichen werden, die Vorteile sofort für sich zu nutzen.

Druckluftschneiden ist übrigens eine Standardfunktion bei allen Amada-Flachbett-Faserlasern: Ensis-AJ mit 3 bis 12 Kilowatt, Regius-AJ (Full Linear Drive Laser mit 6 und 9 Kilowatt) und Ventis-AJ mit Amadas neuartiger LBC-Funktion (Locus Beam Control). Druckluftunterstützung ist außerdem auch eine Standardfunktion bei allen Stanz-Faserlaser-Kombinationsmaschinen, wie der C1-AJ, EML-AJ und der ACIES-AJ).

(ID:47487213)