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Anders als bei gängigen dualhärtenden Klebstoffen mit kombinierter Licht/WärmeHärtung erfolgt die Klebstoffaushärtung in Schattenzonen anaerob mit Metallkontakt und ohne Warmhärtungsschritt. Damit werden die Bauteile einerseits keinen hohen Temperaturen ausgesetzt und man spart sich einen oft aufwendigen und kostenintensiven Prozessschritt.
Des Weiteren eignen sich die dualhärtenden Klebstoffe aufgrund ihres spannungsausgleichenden Verhaltens für die Verklebung von Metallen mit unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten. Bei größeren Magneten konnten bisherige Klebstoffsysteme häufig die hohen Spannungen nicht ausgleichen – selbst dies ist jetzt möglich. Auch Metallverklebungen mit ausgewählten Kunststoffen wie Polyamid sind machbar.
Höhere Festigkeiten als marktübliche Produkte
Deutlich höhere Festigkeiten im Vergleich zu marktüblichen Produkten zeigt der dualhärtende Klebstoff Delo-ML DB135 bei Zugschertests, insbesondere auf blanken Stahl- und Aluminiumoberflächen (Bild 2). Insgesamt drei Delo-Produkte, ML DB133, ML DB135 und ML AD170, stehen zur Verfügung, die insbesondere eine sehr gute chemische Beständigkeit, zum Beispiel gegen Motorraummedien wie Öl, Benzin oder Diesel, gemeinsam haben.
Einsatz findet der neue dualhärtende Klebstoff Delo-ML DB135 bereits bei dem Motorenentwickler und -hersteller EBM-Papst. Dort wird bei einem Elektromotor der Stator aus Stahl mit einem Aluminiumgehäuse verklebt (Bild 3). Das Unternehmen hat sich für den Klebstoff entschieden, weil er bessere Festigkeiten bei den Drehmomentversuchen aufwies als der bisher verwendete Klebstoff. Der Motor wird in der modularen Antriebsbaureihe ECI eingesetzt (Bild 4). Bei diesen leistungsstarken, hochpoligen Antrieben wird aus kleinem Bauraum ein sehr hohes Drehmoment erzielt.
Sichere Verbindung auch bei den hohen Drehmomenten
Der Klebstoff konnte auch bei den hohen Drehmomenten als sichere und dauerfeste Verbindung erfolgreich qualifiziert werden. Darüber hinaus wird der Klebstoff auch für Automotive-Anwendungen qualifiziert, in denen neben den auftretenden Kräften auch ein sehr hoher Temperaturbereich abgedeckt werden muss. Dort entstehen bei Einsatztemperaturen zwischen -40 und 150 °C üblicherweise große Spannungen aufgrund der unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten der beiden Metalle.
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